Pressemeldung vom 18. April 2007
Bürstädter Schülerinnen entwickeln Geh-Hilfe
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Strahlende Siegerinnen: Nadine Zimmermann (2.v.l.), Nadine Wilhelm (3.v.l.) und Mareike Rosenheber (4.v.l.). Links: CBM-Mitarbeiterin Julia Kirchmann, rechts Direktor Dr. Kaupe.
Bild: CBM
einfacher machen soll, am öffentlichen Leben teilzunehmen.
Studie im Bethanien-Krankenhaus in Heidelberg
Eine Untersuchung gängiger Rollatoren von Stiftung Warentest, bei der etliche Mängel festgestellt wurden, brachte die drei Mädchen auf die Idee, eine verbesserte Version der bisherigen Modelle zu entwickeln. Um herauszufinden, wo die Nutzer Verbesserungen für nötig erachten, befragten die Schülerinnen 75 Patienten des geriatrischen Bethanien-Krankenhauses in Heidelberg zu ihren Erfahrungen mit Gehhilfen. Dabei wurden vor allem das hohe Gewicht, das mühsame Überfahren von Hindernissen und die unbequemen Sitzflächen angemerkt.
Neuer Rollator soll leichter und praktischer sein
Nach der theoretischen Studie begannen die Schülerinnen einen erheblich leichteren Rollator zu entwickeln und nachzubauen. Drei statt vier Räder sollen älteren Menschen das Überwinden von Hindernissen, wie zum Beispiel Bordsteinkanten, erleichtern.
Zusätzlich wurde das Modell mit einem Gelkissen, einer drehbaren Sitzfläche und Fußstützen versehen, sodass der Rollator auch als Rollstuhl genutzt werden kann. Ein integriertes Einkaufsnetz erleichtert den Transport kleinerer Gegenstände. Eine Klingel und Reflektoren machen das Gerät verkehrssicherer.
Die drei Mädchen hoffen, dass sie mit diesen Verbesserungen der älteren Generation zu mehr Beweglichkeit im Alltag verhelfen können. Die Christoffel-Blindenmission freut sich über das Engagement der Schülerinnen, die mithelfen, dass Behinderung nicht zwangsläufig zu Ausgrenzung führt.
600 Millionen Menschen mit Behinderungen
Weltweit gibt es über 600 Millionen Menschen mit Behinderungen, die meisten davon leben in Entwicklungsländern. Sie sind viel stärker von gesellschaftlicher Ausgrenzung betroffen als Menschen hierzulande, ihre Ausbildungs- und Berufschancen sind denkbar schlecht.
Der CBM-Sonderpreis auf Landesebene ist mit 150 € dotiert und zeichnet kreative Ideen und Forschungen aus, die helfen Behinderungen zu vermeiden, behinderten Menschen den Alltag erleichtern und zu mehr Chancengleichheit hier und in den Entwicklungsländern beitragen.
Ziel: selbstständigeres Leben ermöglichen
Die CBM ermöglicht Menschen mit Behinderung in rund 1000 Projekten weltweit ein selbstständigeres Leben. Medizinische Hilfe, Rehabilitation und Integration in die Gesellschaft stehen dabei im Vordergrund, beispielsweise durch die Unterstützung von Augenhospitälern, Blindenschulen oder Förderprogrammen für Hörgeschädigte und Körperbehinderte.
Nach Landesebene folgt auch auf Bundesebene Prämierung
Nach der Prämierung auf Landesebene haben alle Teilnehmer die Chance, den von der Christoffel-Blindenmission im Rahmen von "Jugend forscht" ausgeschriebenen Bundes-Sonderpreis zu erhalten. Bevorzugt werden innovative Ideen ausgezeichnet, die sich mit den Themen Behinderung und Rehabilitation in Entwicklungsländern auseinandersetzen. Der Preis ist mit 300 Euro dotiert.





