Pressemeldung vom 21. Mai 2007

Johanniskraut gegen Krebs erfolgreich

Bild mit vier untereinander gesetzten Wörtern: "CBM Jugend forscht Sonderpreis"
BENSHEIM/HAMBURG. Der CBM-Sonderpreis 2007 "Innovationen für Menschen mit Behinderungen" im Rahmen von "Jugend forscht" auf Landesebene in Hamburg geht an Torben (18) und Wenke Stalling (16) vom Hamburger Blankenese-Gymnasium. Das Geschwisterpaar hat nachgewiesen, dass das Naturheilmittel Johanniskraut wachstumshemmend auf Tumorzellen wirkt.

Johanniskraut wirkt wachtstumshemmend

Seit dem Mittelalter gilt das gelbblühende Johanniskraut als Mittel, das die Wundheilung fördert und auch heute noch nutzen viele Menschen das Naturheilmittel um gerade in der kalten und dunklen Winterzeit jahreszeitlich bedingten Verstimmungen vorzubeugen. Das Geschwisterpaar Stalling untersuchte im Rahmen eines Praktikums an der Freiburger Klinik für Tumorbiologie die Wirkungen und Nebenwirkungen von Johanniskraut.

Anhand verschiedener Testverfahren stellten die Schüler fest, dass die Pflanzenextrakte des Johanniskrauts wachstumshemmend auf verschiedene Tumorzellen wirken, gleichzeitig aber auch die Wirkung anderer Medikamente, wie etwa des Zytostatikums Docetaxel mindern können.

600 Millionen Menschen mit Behinderungen

Weltweit gibt es über 600 Millionen Menschen mit Behinderungen, die meisten davon leben in Entwicklungsländern. Sie sind viel stärker von gesellschaftlicher Ausgrenzung betroffen als hierzulande, ihre Ausbildungs- und Berufschancen sind denkbar schlecht.

Der CBM-Sonderpreis auf Landesebene ist mit 150 € dotiert und zeichnet kreative Ideen und Forschungen aus, die helfen Behinderungen zu vermeiden, behinderten Menschen den Alltag erleichtern und zu mehr Chancengleichheit hier und in den Entwicklungsländern beitragen.

Ziel: selbstständigeres Leben ermöglichen

Die CBM ermöglicht Menschen mit Behinderung in rund 1.000 Projekten weltweit ein selbstständigeres Leben. Medizinische Hilfe, Rehabilitation und Integration in die Gesellschaft stehen dabei im Vordergrund, z.B. durch die Unterstützung von Augenhospitälern, Blindenschulen, Förderprogrammen für Hörgeschädigte und Körperbehinderte.

Nach Landesebene folgt auch auf Bundesebene Prämierung

Nach der Prämierung auf Landesebene haben alle Teilnehmer die Chance, den von der Christoffel-Blindenmission im Rahmen von "Jugend forscht" ausgeschriebenen Bundes-Sonderpreis zu erhalten. Bevorzugt werden innovative Ideen ausgezeichnet, die sich mit den Themen Behinderung und Rehabilitation in Entwicklungsländern auseinandersetzen. Der Preis ist mit 300 Euro dotiert.
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