Pressemeldung vom 21. Mai 2007
Türglocke für das Handgelenk
Eine Türglocke, die blinkt oder vibriert
Schon ganz alltägliche akustische Signale wie das Klingeln an der Haustüre sind für hörgeschädigte Menschen oft nicht wahrnehmbar. Dieses Problem zu lösen,
stellten sich die drei Simbacher Schülerinnen als Aufgabe. Dazu entwickelten sie den Bauplan für ein Gerät, das in der Lage ist, akustische Signale per Knopfdruck in optische Signale zu verwandeln.
Wird die Haustürglocke gedrückt, würde dann ein Blinklicht auf den Besucher hinweisen. Dieses könnte nach Vorschlägen der Tüftlerinnen Teil der Armbanduhr sein und so den Hörgeschädigten auch dann aufmerksam machen, wenn er sich zum Beispiel auf dem Balkon oder im Garten befindet. Als Weiterentwicklung ihrer Idee, stellen sich die Drei einen Vibrationsalarm am Handgelenk vor, der auch bei langen Ärmeln funktionieren würde.
Die Christoffel-Blindenmission freut sich über das Engagement der Erfinderinnen, die mithelfen, hörgeschädigten Menschen den Alltag zu erleichtern und belohnt dies mit dem CBM-Sonderpreis.
600 Millionen Menschen mit Behinderungen
Weltweit gibt es über 600 Millionen Menschen mit Behinderungen, die meisten davon leben in Entwicklungsländern. Sie sind viel stärker von gesellschaftlicher Ausgrenzung betroffen als hierzulande, ihre Ausbildungs- und Berufschancen sind denkbar schlecht. Der CBM-Sonderpreis auf Landesebene ist mit 150 € dotiert und zeichnet kreative Ideen und Forschungen aus, die helfen Behinderungen zu vermeiden, behinderten Menschen den Alltag erleichtern und zu mehr Chancengleichheit hier und in den Entwicklungsländern beitragen.
Ziel: selbstständigeres Leben ermöglichen
Die CBM ermöglicht Menschen mit Behinderung in rund 1.000 Projekten weltweit ein selbstständigeres Leben. Medizinische Hilfe, Rehabilitation und Integration in die Gesellschaft stehen dabei im Vordergrund, z.B. durch die Unterstützung von Augenhospitälern, Blindenschulen, Förderprogrammen für Hörgeschädigte und Körperbehinderte.
Nach Landesebene folgt auch auf Bundesebene Prämierung
Nach der Prämierung auf Landesebene haben alle Teilnehmer die Chance, den von der Christoffel-Blindenmission im Rahmen von "Jugend forscht" ausgeschriebenen Bundes-Sonderpreis zu erhalten. Bevorzugt werden innovative Ideen ausgezeichnet, die sich mit den Themen Behinderung und Rehabilitation in Entwicklungsländern auseinandersetzen. Der Preis ist mit 300 Euro dotiert.





