Pressemeldung vom 21. Mai 2007
Schüler entwickelt sprechenden Wecker
Roboter mit Wecker kombiniert
Für behinderte Menschen stellen oft schon alltägliche Aufgaben ein fast unüberwindbares Hindernis dar. Wie zum Beispiel kann ein blinder Mensch sich den Wecker für den nächsten Morgen stellen? Diese Frage beschäftigte auch Julian Spit und veranlasste ihn, einen besonders behindertengerechten Wecker zu konstruieren.
Dazu schloss der 13-Jährige einen sprechenden Wecker, einen Roboter (Mikrocontroller) und ein Sprachmodul an eine Platine an. Das Gerät kann nun einerseits sprachlich angesteuert werden, andererseits sagt es auf Wunsch selbst die Uhrzeit und die Weckzeit an.
Die Christoffel-Blindenmission freut sich über das Engagement des Nachwuchsforschers, der mithilft, Menschen mit einer Behinderung den Alltag zu erleichtern und zeichnet das mit ihrem Sonderpreis aus.
600 Millionen Menschen mit Behinderungen
Weltweit gibt es über 600 Millionen Menschen mit Behinderungen, die meisten davon leben in Entwicklungsländern. Sie sind viel stärker von gesellschaftlicher Ausgrenzung betroffen als hierzulande, ihre Ausbildungs- und Berufschancen sind denkbar schlecht. Der CBM-Sonderpreis auf Landesebene ist mit 150 € dotiert und zeichnet kreative Ideen und Forschungen aus, die helfen Behinderungen zu vermeiden, behinderten Menschen den Alltag erleichtern und zu mehr Chancengleichheit hier und in den Entwicklungsländern beitragen.
Ziel: selbstständigeres Leben ermöglichen
Die CBM ermöglicht Menschen mit Behinderung in rund 1.000 Projekten weltweit ein selbstständigeres Leben. Medizinische Hilfe, Rehabilitation und Integration in die Gesellschaft stehen dabei im Vordergrund, z.B. durch die Unterstützung von Augenhospitälern, Blindenschulen, Förderprogrammen für Hörgeschädigte und Körperbehinderte.
Nach Landesebene folgt auch auf Bundesebene Prämierung
Nach der Prämierung auf Landesebene haben alle Teilnehmer die Chance, den von der Christoffel-Blindenmission im Rahmen von "Jugend forscht" ausgeschriebenen Bundes-Sonderpreis zu erhalten. Bevorzugt werden innovative Ideen ausgezeichnet, die sich mit den Themen Behinderung und Rehabilitation in Entwicklungsländern auseinandersetzen. Der Preis ist mit 300 Euro dotiert.





