Pressemeldung zum 28. November 2008
Jubiläumshöhepunkt in Berlin
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Eva-Luise Köhler© CBM
BERLIN. "Wenn die CBM auf die letzten 100 Jahre zurückblickt, dann kann sie das dankbar und mit der richtigen Portion Stolz tun", lobte die Schirmherrin des Jubiläums, Eva Luise Köhler, in ihrer Ansprache am Donnerstagabend im Palais am Funkturm.
Der Festgottesdienst in Berlin war der Höhepunkt des Jubiläumsjahres der international tätigen Hilfsorganisation CBM (Christoffel-Blindenmission). Sie geht zurück auf die Arbeit von Pastor Ernst Jakob Christoffel.
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In seiner sehr persönlichen Predigt erzählte Pfarrer Abbas Schah-Mohammedi, der letzte Täufling Christoffels, von seinem Leben mit Ernst Jakob Christoffel im Iran und davon, wie Christoffel zu den blinden, gehörlosen und anders behinderten Menschen stand. "Christoffel nannte die Behinderten die `Lieblinge des Heilandes´, weil sie am dringendsten Gottes Zuwendung brauchen." Das lehrte Christoffel und das ist noch immer Ziel der Arbeit der CBM.
Die beiden Ausnahmemusiker Giora Feidman und Professor Matthias Eisenberg verzauberten die 2000 Gottesdienstbesucher im voll besetzten Palais von der ersten Minute an. Feidman, der mit seinen Kompositionen für "Schindlers Liste" und "Die Comedian Harmonists" auch beim Filmpublikum berühmt wurde, überzeugte mit seiner Klarinette und Eisenberg an der Orgel.
"Gänsehaut-Gefühl" bereitete auch die Lichtmeditation zu dem Wort Jesu "Ich bin das Licht der Welt" von CBM-Botschafter Clemens Bittlinger, das im "Laudate omnes gentes" aus Taizé mündete. Er gestaltete gemeinsam mit dem Afro-Gospelchor des Rats Afrikanischer Christen in Berlin und Brandenburg (RACiBB) einen Teil der musikalischen Untermalung. Unter anderem durften sein bekanntes Segenslied "Sei behütet" nicht fehlen und natürlich das Lied "Hunderttausend Wunder", das er eigens für das Jubiläum der CBM geschrieben hat.
Es handelt von einer guten Fee, von der er sich 100.000 Wunder wünscht, doch die stammt aus dem Märchenreich, singt Bittlinger, begleitet von David Plüss: "Es wird nichts geschehn, wenn wir nicht gemeinsam mutig daran gehn, dieser Welt zu helfen, besser dazustehn." Genau aus diesem Grund erhob sich CBM-Direktor Martin Georgi gegen Ende des Gottesdienst und rief zur Kollekte für die Arbeit der CBM auf, damit die "100.000 Wunder extra" wahr werden können, die die Entwicklungsorganisation in diesem Jahr erreichen will. Wunder, wie sie Anita, Rukia und Moses erlebt haben. Die drei Kinder können durch eine Operation am Grauen Star, durch ein Hörgerät und durch Krücken wieder aktiv am Leben teilhaben.
Gemeinsam mehr erreichen
Am Nachmittag wurde in einem entwicklungspolitischen Forum der fachliche Aspekt der Arbeit in den Vordergrund gestellt. Unter dem Motto "Auf Erfahrungen bauen – neue Herausforderungen annehmen" erörterten Fachleute der Weltgesundheitsorganisation (WHO), des Deutschen Instituts für Menschenrechte, der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (gtz), von CBM-Partnerorganisationen sowie der CBM Aspekte von "Behinderung und Entwicklungszusammenarbeit im 21.Jahrhundert".
Vorträge beleuchteten die Themen nachhaltige Unterstützung, Zusammenarbeit von Nichtregierungsorganisationen, einheimischen Partnern und Regierungen, Arbeit einer christlichen Organisation in nicht-christlichen Ländern sowie den menschenrechtsbasierten Ansatz. Dabei wurde besonders betont, wie wichtig es sei zusammenzuarbeiten, sonst seien die gemeinsamen Ziele nicht zu erreichen.





