Pressemeldung vom 30. Juni 2008
Wieczorek-Zeul will sich vermehrt für behinderte Menschen im Süden einsetzen
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Aktiv für die Inklusion behinderter Menschen: Heidemarie Wieczorek-Zeul mit Martin Georgi (rechts) und Rika Esser (links).© CBM
BERLIN/BENSHEIM. Behinderte Menschen standen im Vordergrund des Gesprächs zwischen Entwicklungshilfeministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul und Vertretern der CBM (Christoffel-Blindenmission). Sie sollen künftig verstärkt in die deutsche Entwicklungspolitik einbezogen werden.
Wieczorek-Zeul will außerdem dafür werben, dass diese Thematik eine bessere Berücksichtigung im Bundeshaushalt findet. Mit dem Treffen nutzte die CBM eine weitere Möglichkeit, um die Interessen behinderter Menschen im globalen Süden auf die politische Agenda zu bringen.
Situation behinderter Menschen verbessern
Konkret sagte Wieczorek-Zeul zu, bei Regierungsverhandlungen mit den Schwerpunktländern, in denen soziale Sicherungssysteme gefördert werden, die Situation behinderter Menschen zu thematisieren. "Es ist wichtig, dass wir mit unserer Arbeit die Situation der Menschen vor Ort verbessern", so Wieczorek-Zeul. Auch bei den Verhandlungen zu den Millenniumsentwicklungszielen möchte sie das Thema einbringen. Wichtig sei ihr persönlich, so Wieczorek-Zeul, die Einstellung gegenüber Menschen, die mit einer Behinderung leben, positiv zu verändern.
Entwicklungszusammenarbeit nicht ohne behinderte Menschen
In wenigen Wochen werden die Ergebnisse einer vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) beauftragten Studie erwartet, die die Auswirkungen der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen auf die deutsche Entwicklungszusammenarbeit analysiert. In der UN-Konvention fordert Artikel 32, dass behinderte Menschen in der internationalen Zusammenarbeit nicht mehr ausgeschlossen werden dürfen. Die CBM tritt dafür ein, dass diese Empfehlungen auch praktisch schnell umgesetzt werden.
Als Vertreter der CBM nahmen Martin Georgi, Direktor, und Rika Esser, anwaltschaftliche Arbeit, an dem Gespräch teil und erläuterten die derzeitigen Arbeitsschwerpunkte der Organisation und die bundesweite Kampagne zum 100-jährigen Jubiläum. "Zum Jubiläum positioniert sich die CBM neu", so Georgi, "Wir sehen das Thema behinderter Menschen in Entwicklungsländern zunehmend als ein Menschenrechtsthema an. Auch die anderen Mandatsbereiche wie Hör- und Körperbehinderung stellen wir neben der Blindheitsverhütung stärker in der Öffentlichkeit dar."
Als Vertreter der CBM nahmen Martin Georgi, Direktor, und Rika Esser, anwaltschaftliche Arbeit, an dem Gespräch teil und erläuterten die derzeitigen Arbeitsschwerpunkte der Organisation und die bundesweite Kampagne zum 100-jährigen Jubiläum. "Zum Jubiläum positioniert sich die CBM neu", so Georgi, "Wir sehen das Thema behinderter Menschen in Entwicklungsländern zunehmend als ein Menschenrechtsthema an. Auch die anderen Mandatsbereiche wie Hör- und Körperbehinderung stellen wir neben der Blindheitsverhütung stärker in der Öffentlichkeit dar."




