Pressemeldung vom 2. Oktober 2009

Indonesien: Bis zu 5000 Tote befürchtet

Eine Frau und ein Mann in Rollstühlen haben Lebensmittelpäckchen auf dem Schoß
Ersthilfe: In Cainta/Philippinen verteilt ein CBM-Partner aus Manila Lebensmittelpakete an Menschen mit Behinderungen.
© CBM
BENSHEIM/SÜDOSTASIEN. Die Hilfsmaßnahmen der CBM (Christoffel-Blindenmission) auf Indonesien laufen seit Freitag auf Hochtouren. Ein erstes, achtköpfiges Hilfsteam vom CBM-Partner Yakkum verteilt  bereits hunderte Decken, Hygieneartikel und stellt Zelte in der Region Pariaman zur Verfügung. Dort halten sich viele Menschen trotz heftigen Regens aus Angst vor einem Nachbeben auf dem freien Feld auf. Viele haben sich über Nacht auch in die Berge geflüchtet, weil sie befürchten, es könnte noch einen Tsunami geben.
Nothilfe für Padang
Ein zweites Nothilfe-Team ist auf dem Weg nach Padang. Sein Ziel ist es, bei der Koordination der medizinisch bislang völlig unterversorgten Menschen rund um die 900.000 Einwohner zählende Stadt zu helfen. Dabei wollen sie sich besonders um Menschen mit Behinderungen, Kinder, Frauen und ältere Menschen kümmern. In Padang ist die Elektrizität zusammengebrochen und viele Straßen durch Trümmer blockiert, berichtet der CBM-Partner.

Nach Berichten des CBM-Projektpartners befürchten offizielle Regierungsstellen, dass die Zahl der Opfer des Erdbebens auf Java im Jahre 2006 erreicht werden könnte. Damals waren 5000 Menschen getötet und 150.000 Häuser zerstört worden.

Philippinen: Angst vor Krokodilen

Auf den Philippinen herrschen nach wie vor katastrophale Zustände. So berichten Partner der CBM, dass vor den Evakuierungszentren oftmals die Toten nicht geborgen werden können. Außerdem geht die Angst um, dass durch die Fluten Krokodile bis in die Wohngebiete vordringen. Einige wurden bereits gesichtet. Nach ersten Berichten sind in der Region rund um Manila Schäden an Gebäuden und Ausstattung von mindestens 100.000 Euro entstanden.

Die CBM bittet um Spenden für die Versorgung der Menschen in der akuten Notsituation und den Wiederaufbau der zerstörten Projekte. Das Kennwort lautet "Südostasien". Konto 2020 bei der Bank für Sozialwirtschaft (BLZ 370 205 00).
Über 100 Jahre Erfahrung
Die CBM unterstützt weltweit fast 1000 Projekte in 105 Ländern. Das Hauptziel der internationalen, christlichen Entwicklungsorganisation ist es, die Lebensqualität der ärmsten Menschen dieser Welt zu verbessern, die behindert sind oder in der Gefahr stehen, behindert zu werden. Im Jahr 2008 wurde sie 100 Jahre alt. Zwölf CBM-Regionalbüros weltweit assistieren den derzeit 759 Partnerorganisationen bei der Bereitstellung ihrer Dienste für Menschen mit Behinderungen.


Wolfgang Jochum
Pressereferent der CBM
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