Information zum 9. November 2010

CBM-Partner im Ascheregen: Flüchtlinge nach Nord-Yogyakarta evakuiert

Menschen auf einem Balkon, einer mit Atemschutzmaske
Erneute Flucht vorm Ascheregen: Der CBM-Partner in Yogyakarta evakuierte seine Schützlinge nach Kentangan im Norden der Stadt.
© PRY-Yakkum
Über 150 Menschen kamen seit Ausbruch des Vulkans Merapi am 26. Oktober 2010 auf Java in Indonesien zu Tode. Davon geht ein Arzt des "Sardjito Hospital" in Yogyakarta aus. Hilfsorganisationen schätzen, dass rund 200.000 Bewohner um den Vulkan von ihren Wohnorten fliehen mussten.
Der CBM-Partner „Pusat Rehabilitasi Yakkum“ (PRY) evakuierte wegen des fortgesetzten Ascheregens und der damit verbundenen Gefahren für die Gesundheit Kinder mit Behinderungen und Menschen mit psychischen Erkrankungen in eine Einrichtung in Kentungan im Norden Yogyakartas. Dort waren bereits Betten und Matratzen als Schlafplätze vorbereitet. Inzwischen sorgt PRY für rund 150 Flüchtlinge mit Behinderungen. Für sie werden Nahrung, Decken und Medikamente benötigt. Über 50 der Flüchtlinge erlitten Verbrennungen und werden Langzeitbehandlung für rund ein halbes Jahr brauchen. Dazu gehören Wundversorgung, plastische Chirurgie und Physiotherapie. Die Krankenhauskosten übernimmt derzeit die Regierung, doch für die Zeit danach gibt es noch keine Fürsorgepläne.

Die Situation bleibt unsicher. Voraussichtlich werden die Evakuierten bis Ende November in Kentungan untergebracht bleiben. Sobald wie möglich soll das PRY-Zentrum in Yogyakarta gereinigt und Beschädigtes repariert werden. Noch ist das Ausmaß der Schäden nicht klar. Für die Nothilfemaßnahmen des Partners hat die CBM 15.000 Euro zur Verfügung gestellt.
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