Presseinformation vom 2. Mai 2011

Henry Wanyoike startet beim TUIfly Halbmarathon

Publikumsliebling und zukünftiger Filmheld erneut zu Gast in Hannover

Porträt eines Mannes mit Sonnenbrille
Henry Wanyoike
© CBM
HANNOVER. Diese Gelegenheit lässt sich Henry Wanyoike nicht entgehen. Er ist ab Anfang Mai als Botschafter der CBM zu Vorträgen unterwegs in Schulen Südbadens und Nordhessens und wird in Berlin in einer Pressekonferenz als Star eines Dokumentarfilms vorgestellt. Da alle Termine rund um den 8. Mai liegen, ist klar: Der blinde Weltklasse-Langstreckenrekordler wird an diesem Tag beim TUIfly Marathon in Hannover dabei sein - zum dritten Mal. Hier fühlt er sich wohl, die Strecke durch die Leinestadt ist ihm fast so vertraut wie seine Trainingsroute im heimischen Kenia.
Die Beziehungen zur Region Hannover sind sehr vielfältig, nicht nur weil sein mittlerweile verstorbener Freund, der Journalist und Buchautor Bengt Pflughaupt, aus der Wedemark stammt. Aufgrund von zahlreichen anderen persönlichen Kontakten werden viele seiner Freunde die Strecke säumen.

Dokumentarfilm-Projekt "Gold - Du kannst mehr als Du denkst"
Möglicherweise begleitet ihn ein Filmteam, denn nach den paralympischen Spielen in London 2012 wird Henry mit im Mittelpunkt von "GOLD - Du kannst mehr als Du denkst" stehen. Dies ist Titel und Motto für ein einzigartiges Dokumentarfilm-Projekt und eine große Kommunikationskampagne. GOLD wird die beeindruckenden Leistungen und sozialen Engagements drei der herausragendsten paralympischen Sportler in das Rampenlicht des internationalen Kinos stellen. Die Lebensgeschichte von Henry gehört zu den echten Heldensagen unserer Zeit und ist deshalb reif für ein großes Kinoprojekt.
Der 21-Jährige verliert sein Augenlicht
Als Henry Wanyoike im Mai 1995 klar wurde, dass er sein Augenlicht für immer verloren hatte, brach für den damals 21-jährigen Kenianer eine Welt zusammen: Im CBM-geförderten Augenhospital in Kikuyu stellten die Ärzte die Diagnose. "Es dauerte zwei Wochen, bis ich das akzeptieren konnte", erinnert sich der Sportler heute. "Nachdem mir klar war, dass ich wirklich dauerhaft blind bin, bekam ich psychische Probleme: Ich konnte mich auf nichts mehr konzentrieren." Mit Hilfe der deutschen CBM-Mitarbeiterin Petra Verweyen bekam er im Laufe von zwei Jahren sein Leben wieder in den Griff.

"Meine Erblindung war ein Segen"
Mit der Zeit erlebte der sportlich ambitionierte Kenianer, dass er auch als blinder Mensch Erfolge in internationalen Wettkämpfen erzielen kann.  "Ich denke, meine Erblindung war ein Segen", erklärt er, "Menschen fühlen sich durch mich ermutigt." Heute ist Henry nicht nur mental, sondern auch körperlich wieder in Hochform und eilt als Langstreckenläufer von Erfolg zu Erfolg.
 
Immer noch ist Henry Wanyoike der CBM verbunden: "Ohne die CBM hätte ich nicht erreicht, was ich erreicht habe", sagt der bescheidene Kenianer. Als CBM-Botschafter macht er heute mit seinen Läufen in aller Welt auf die Belange blinder und sehbehinderter Menschen aufmerksam.
Begleitet wird Wanyoike von seinem langjährigen Freund Joseph Kibunja.

Henry und Joseph stehen gerne für Interviews zur Verfügung: 0172 6331269 oder 06251 131 191. Kontaktperson ist Wolfgang Jochum, Pressereferent der Christoffel-Blindenmission.
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