CBM-Engagement geht weiter

Haiti – Zwei Jahre nach dem Beben

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Rehabilitationsassistenten der Christoffel-Blindenmission helfen langfristig die Versorgung von Menschen mit Behinderungen auf Haiti zu sichernRehabilitationsassistenten der Christoffel-Blindenmission helfen langfristig die Versorgung von Menschen mit Beh
Nachhaltig: Rehabilitationsassistenten der CBM helfen, die Versorgung von Menschen mit Behinderungen auf Haiti langfristig zu sichern.
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PORT-AU-PRINCE/BENSHEIM. Im Blickpunkt der Welt stehen längst neue Krisen und Katastrophen, aber für hunderttausende Haitianer bestimmt das verheerende Erdbeben vom 12. Januar 2010 noch immer ihr Leben: Viele hausen nach wie vor in Notunterkünften, sind arbeitslos und vor allem von den körperlichen und seelischen Folgen der Katastrophe gezeichnet.
Not- und langfristige Hilfe

Direkt nach dem Beben stellte die Christoffel-Blindenmission (CBM), die seit 1976 Projekte auf Haiti unterstützt, mit ihren einheimischen Partnern Lebensmittel, Wasser und Behelfsunterkünfte zur Verfügung und versorgte Erdbebenopfer medizinisch. Doch von Anfang an war die Strategie der CBM auf die langfristige Verbesserung der Lebenssituation der Betroffenen, vor allem der Menschen mit Behinderungen, angelegt.
Ganzheitlicher Ansatz

Im Rehabilitationszentrum des Adventisten-Krankenhauses in Port-au-Prince wird der ganzheitliche Projektansatz besonders deutlich: die Patienten erhalten sowohl qualifizierte medizinische Hilfe und Physiotherapie als auch psychosoziale Unterstützung und Nachsorge in ihren Familien und Wohnorten. Das Trauma der Katastrophe wird viele Bebenopfer noch lange beschäftigen. Aber längst gehören auch andere körperbehinderte Kinder und Erwachsene zu den Patienten, für die es vor dem Erdbeben überhaupt keine Rehabilitationsmöglichkeiten gab, wie der kleine Jamesday. Mit der Schulung von Reha-Assistenten durch CBM-Fachpersonal wurde der Grundstein für eine spätere eigenständige Physiotherapieausbildung auf Haiti gelegt.
2011 rund 20 Projekte

2011 unterstützte die CBM rund 20 aus der Nothilfe entstandenen Projekte im ganzen Land. Neben dem Arbeitsschwerpunkt medizinische Rehabilitation legt die CBM besonderes Augenmerk auf die anwaltschaftliche Arbeit für Menschen mit Behinderungen, damit der Wiederaufbau Haitis barrierefreier und inklusiver gestaltet werden kann. Der französische Stadtplaner und CBM-Experte Benjamin Dard half zum Beispiel bei der Entwicklung einer Gesetzesvorlage für barrierefreie Baustandards und berät auch CBM-Partner beim Bau von barrierefreien Unterkünften für Erdbebenopfer.
Vernetzung und Kooperation großgeschrieben

Bei allen Vorhaben arbeitet die CBM mit der haitianischen Regierung, haitianischen Selbsthilfeorganisationen behinderter Menschen und anderen Organisationen zusammen. Die gute Vernetzung hilft auch beim Aufbau lokaler Expertise und Fachkräfteausbildung, um Eigenverantwortung und Unabhängigkeit zu stärken.
Weltweit unterstützt die CBM rund 800 Projekte in 89 Ländern. Das Hauptziel der internationalen, christlichen Entwicklungsorganisation ist es, die Lebensqualität von Menschen mit Behinderungen in Entwicklungsländern zu verbessern.
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