Presseinformation zum 12. Juli 2010
Kindertageszentren geben Hoffnung
Christoffel-Blindenmission hilft mit vielen Angeboten
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Kimberly: Sie liebt es, im CBM-Kindertageszentrum zu sein.© CBM
PORT-AU-PRINCE/BENSHEIM. Sie mussten miterleben, wie ihre Welt um sie herum zusammenbrach: Mutter und Vater, Oma und Opa, Freunde, Schulkameraden, Nachbarn – auf einmal waren sie nicht mehr da. Die Kinder in Port-au-Prince standen vor dem riesengroßen Haufen aus kaputten Steinen, der genau dort lag, wo früher einmal ihr Haus stand oder sie zur Schule gingen. Manche reagierten apathisch, manche hysterisch. Sie fanden einfach keine Erklärung. Dass die Kinder in der haitianischen Hauptstadt ein halbes Jahr nach dem Erdbeben wieder lachen können, grenzt angesichts all dieser Erfahrungen fast an ein Wunder.
Kindertageszentren für Kinder von 3 bis 16 Jahren
Ein Wunder, an dem die sechs Kindertageszentren der lokalen Partner der Christoffel-Blindenmission (CBM) einen wichtigen Anteil haben. Auf engstem Raum entstand eine Oase für Kinder mit und ohne Behinderung, in der sie spielerisch lernen, das Erlebte zu verarbeiten. Es ist eine Mischung aus Kindergarten, Grundschule, Sozialtherapie und Essensausgabe. „Ich komme jeden Tag gerne hierher“, erzählt Kimberly völlig begeistert. Sie ist eines von rund 70 Kindern im Alter von 3 bis 16 Jahren, die in diesem Zentrum betreut werden. Die internationale, christliche Entwicklungsorganisation hofft, vier weitere, sichere Orte zu finden, an denen solche Tageszentren errichtet werden können. „Hier kann ich malen, singen und überhaupt haben die Lehrer viele lustige Ideen“. Dabei strahlt die Achtjährige mit ihren großen Augen, sodass schnell klar wird: Ja, die Kindertageszentren tun einfach gut. Kimberly ist der beste Beweis dafür.
Anlaufstellen für Menschen mit Behinderungen
Das Zentrum, in dem Kimberly betreut wird, ist gekoppelt an eine „Antenna“, eine Anlaufstelle für Menschen mit Behinderungen. Neun dieser Anlaufstellen haben die CBM, Handicap International (HI) und die haitianische Regierung in den vergangenen sechs Monaten errichtet. Bis heute wurde dort 7.200 Menschen mit mehr als 27.000 Behandlungen geholfen. Aber noch immer ist viel zu tun. In den folgenden Monaten, will die CBM weiter „Antennas“ außerhalb von Port-au-Prince errichten, um Menschen mit Behinderungen zu helfen.
Ausländische Physiotherapeuten schulen einheimisches Fachpersonal
Für viele verletzte Menschen war es notwendig, von Physiotherapeuten behandelt zu werden, um keine dauerhaften Behinderungen zu erleiden. Doch Fachpersonal wurde in Haiti vor dem Erdbeben nicht ausgebildet. Wer eine therapeutische Ausbildung machen wollte, musste ins Ausland gehen. CBM und HI haben 20 ausländische Physiotherapeuten nach Haiti geschickt, um bislang rund 1.600 Menschen in den bestehenden Krankenhäusern zu behandeln. Außerdem schulen sie Angehörige und werden einheimisches Fachpersonal ausbilden.
Mehr als 30 Jahre Erfahrung auf Haiti
Die CBM unterstützt seit 1976 Projekte für Menschen mit Behinderungen auf Haiti. Die Partner vor Ort waren zuletzt darauf spezialisiert, Blindheit zu verhüten und Kindern mit geistiger Behinderung eine Ausbildung zu geben. Sie haben außerdem mit gemeindenahen Rehabilitationsdiensten Betroffene und ihre Familien lebensnah und vor Ort unterstützt und medizinisch versorgt.
Gute Vernetzung durch langjährige Partner
All diese Projekte und Kontakte, die die Entwicklungsorganisation über Jahrzehnte aufgebaut hat, wurden nach dem Erdbeben noch wichtiger. Die langjährigen Partner, wie die Universitätsklinik der Hauptstadt, benötigten Unterstützung. Dort wurden beispielsweise zwei Chirurgen angestellt und die medizinischen Geräte ersetzt, die durch die Katastrophe zerstört wurden. Die Blindenschule St. Vincent erhielt Mittel für Überlebenspakete mit Essen und Hygieneartikeln. Fast 600 Essenspakete verteilte der nationale Blindenverband (SHAA) regelmäßig mit Hilfe der CBM an blinde und sehbehinderte Menschen.
Enge Kooperation mit der Regierung
Neben diesen konkreten Maßnahmen arbeitet die CBM innerhalb der UN-koordinierten Hilfe eng mit der haitianischen Regierung zusammen. Die CBM stärkt die lokalen Behindertenverbände vor allem in ihren Bemühungen um den barrierefreien Wiederaufbau. Zusätzlich stellt CBM ihr Fachwissen im Bereich Barrierefreiheit auch anderen Entwicklungsorganisationen zur Verfügung.
Die CBM unterstützt weltweit fast 900 Projekte in 99 Ländern. Das Hauptziel der internationalen, christlichen Entwicklungsorganisation ist es, die Lebensqualität der ärmsten Menschen dieser Welt zu verbessern, die behindert sind oder in der Gefahr stehen, behindert zu werden. Vom Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen (dzi) wird die CBM zu den anerkannten und empfohlenen Spendenwerken gezählt.
Kindertageszentren für Kinder von 3 bis 16 Jahren
Ein Wunder, an dem die sechs Kindertageszentren der lokalen Partner der Christoffel-Blindenmission (CBM) einen wichtigen Anteil haben. Auf engstem Raum entstand eine Oase für Kinder mit und ohne Behinderung, in der sie spielerisch lernen, das Erlebte zu verarbeiten. Es ist eine Mischung aus Kindergarten, Grundschule, Sozialtherapie und Essensausgabe. „Ich komme jeden Tag gerne hierher“, erzählt Kimberly völlig begeistert. Sie ist eines von rund 70 Kindern im Alter von 3 bis 16 Jahren, die in diesem Zentrum betreut werden. Die internationale, christliche Entwicklungsorganisation hofft, vier weitere, sichere Orte zu finden, an denen solche Tageszentren errichtet werden können. „Hier kann ich malen, singen und überhaupt haben die Lehrer viele lustige Ideen“. Dabei strahlt die Achtjährige mit ihren großen Augen, sodass schnell klar wird: Ja, die Kindertageszentren tun einfach gut. Kimberly ist der beste Beweis dafür.
Anlaufstellen für Menschen mit Behinderungen
Das Zentrum, in dem Kimberly betreut wird, ist gekoppelt an eine „Antenna“, eine Anlaufstelle für Menschen mit Behinderungen. Neun dieser Anlaufstellen haben die CBM, Handicap International (HI) und die haitianische Regierung in den vergangenen sechs Monaten errichtet. Bis heute wurde dort 7.200 Menschen mit mehr als 27.000 Behandlungen geholfen. Aber noch immer ist viel zu tun. In den folgenden Monaten, will die CBM weiter „Antennas“ außerhalb von Port-au-Prince errichten, um Menschen mit Behinderungen zu helfen.
Ausländische Physiotherapeuten schulen einheimisches Fachpersonal
Für viele verletzte Menschen war es notwendig, von Physiotherapeuten behandelt zu werden, um keine dauerhaften Behinderungen zu erleiden. Doch Fachpersonal wurde in Haiti vor dem Erdbeben nicht ausgebildet. Wer eine therapeutische Ausbildung machen wollte, musste ins Ausland gehen. CBM und HI haben 20 ausländische Physiotherapeuten nach Haiti geschickt, um bislang rund 1.600 Menschen in den bestehenden Krankenhäusern zu behandeln. Außerdem schulen sie Angehörige und werden einheimisches Fachpersonal ausbilden.
Mehr als 30 Jahre Erfahrung auf Haiti
Die CBM unterstützt seit 1976 Projekte für Menschen mit Behinderungen auf Haiti. Die Partner vor Ort waren zuletzt darauf spezialisiert, Blindheit zu verhüten und Kindern mit geistiger Behinderung eine Ausbildung zu geben. Sie haben außerdem mit gemeindenahen Rehabilitationsdiensten Betroffene und ihre Familien lebensnah und vor Ort unterstützt und medizinisch versorgt.
Gute Vernetzung durch langjährige Partner
All diese Projekte und Kontakte, die die Entwicklungsorganisation über Jahrzehnte aufgebaut hat, wurden nach dem Erdbeben noch wichtiger. Die langjährigen Partner, wie die Universitätsklinik der Hauptstadt, benötigten Unterstützung. Dort wurden beispielsweise zwei Chirurgen angestellt und die medizinischen Geräte ersetzt, die durch die Katastrophe zerstört wurden. Die Blindenschule St. Vincent erhielt Mittel für Überlebenspakete mit Essen und Hygieneartikeln. Fast 600 Essenspakete verteilte der nationale Blindenverband (SHAA) regelmäßig mit Hilfe der CBM an blinde und sehbehinderte Menschen.
Enge Kooperation mit der Regierung
Neben diesen konkreten Maßnahmen arbeitet die CBM innerhalb der UN-koordinierten Hilfe eng mit der haitianischen Regierung zusammen. Die CBM stärkt die lokalen Behindertenverbände vor allem in ihren Bemühungen um den barrierefreien Wiederaufbau. Zusätzlich stellt CBM ihr Fachwissen im Bereich Barrierefreiheit auch anderen Entwicklungsorganisationen zur Verfügung.
Die CBM unterstützt weltweit fast 900 Projekte in 99 Ländern. Das Hauptziel der internationalen, christlichen Entwicklungsorganisation ist es, die Lebensqualität der ärmsten Menschen dieser Welt zu verbessern, die behindert sind oder in der Gefahr stehen, behindert zu werden. Vom Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen (dzi) wird die CBM zu den anerkannten und empfohlenen Spendenwerken gezählt.




