Information zum 8. November 2010
Haiti: CBM-Projekte blieben von Hurrikan Tomas verschont
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Brian Hatchell, CBM-Nothilfekoordinator© CBM
Brian Hatchell, CBM-Nothilfekoordinator, ist zurzeit auf Haiti. Dort erlebte er die Vorbereitungen, die im Hinblick auf den angekündigten Hurrikan Tomas getroffen wurden, auch von der CBM. Der Sturm zog weitgehend an Haiti vorbei. CBM-geförderte Projekte blieben verschont.
Brian Hatchell schrieb am 6. November:
"Verbrachte den Tag, indem ich durch Port-au-Prince, Carrefour und Croix des Missions fuhr und Camps besuchte. Ich versuchte festzustellen, welche Auswirkungen Tomas auf die hatte, die in Zelten oder nah am Meer leben.
Weitere Blogbeiträge von Brian Hatchell zur Situation auf Haiti
Ich muss zugeben: wenn man nicht gewusst hätte, dass ein Hurrikan über die Gegend gegangen ist, man hätte es nicht vermutet! Da war kaum Wasser in einigen der tiefer gelegenen Areale, von denen wir anfangs dachten, dass sie einem Sumpf ähneln würden. Und viele andere Flächen, die unserer Einschätzung nach schwere Schäden durch den Wind hätten erleiden müssen, zeigten keine Anzeichen irgendeiner wie auch immer gearteten Zerstörung. Im Auto machten wir sogar Witze darüber hinsichtlich der Frage, ob es hier überhaupt auch nur geregnet hätte.
Was für eine Antwort auf unser Gebet! Wir waren so besorgt, als wir uns an diesem Morgen auf den Weg machten, dass wir Camps im Chaos vorfinden würden, Leute, die sich an ihre übriggebliebene Habe klammern, Schlamm und sumpfähnliche Zustände überall, und Menschen in extremer Hilfsbedürftigkeit . Aber wir hätten nicht verkehrter liegen können, und – Mannomann! - waren wir erleichtert!
Viele unserer Mitarbeiter verbrachten den Tag am Telefon, setzten sich mit unseren „Schützlingen“ in Verbindung, um sicherzugehen, dass es ihnen gut geht, fragten sie, ob sie etwas brauchten. Nur eine Handvoll Leute bat um Hilfe. So gingen wir mit unseren Gemeindearbeitern mit und besuchten einige derer, die um Hilfe gebeten hatten, um das Ausmaß der Auswirkungen von Tomas auf sie einschätzen zu können. Die meisten brauchten einfach nur ein wenig Beachtung ihrer medizinischen Probleme, die gar nichts mit Tomas zu tun hatten. Einer jungen Frau wurde kürzlich der Unterschenkel amputiert und sie benötigte einfach einen Verbandswechsel, aber seit das lokale Krankenhaus und unser Gemeinde-Gesundheitsprogramm geschlossen hatten, wusste sie nicht, wohin sie sich wenden sollte. Zwei andere, ein Paar, waren ältere Patienten, deren Familie seit Donnerstag nichts mehr von ihnen gehört hatte und wollte, dass wir vorbeifahren um sicherzugehen, dass es ihnen gut geht - und so war es.
Den ganzen Tag hörten wir nicht auf darüber zu sprechen, wie wenig direkte Auswirkungen der Sturm hatte. Noch nicht einmal dort, wo es überflutet ist, selbst wenn es gar nicht regnet, stand Wasser. Unglaublich.
Natürlich gab es Geschichten von Zerstörung. Leogane, südwestlich von Port-au-Prince schien das meiste von Tomas abbekommen zu haben. Erdrutsche, Überflutungen und sechs Todesfälle. Die Straße nach Jacmel im Süden war durch einen Erdrutsch und Überflutungen blockiert. Dort gab es offenbar auch heute noch Sturmwinde, und Gonaïves im Nordwesten wurde ebenfalls ganz schön heftig vom Flutwasser getroffen.
Tomas hat also seine Spuren in Teilen Haitis hinterlassen. Doch das, wovor große Angst herrschte, dass Camps durch starken Wind und Wassermassen geschlagen und vernichtet würden, wo doch schon 1,3 Millionen Menschen heimgesucht worden waren, hat sich nicht bewahrheitet.
Was für ein Segen für ein Land und ein Volk, das schon so viel erlitten hat.
Ich scherzte heute mit unserem Übersetzer Frantz, dass die Haitianer froh sein werden, dieses Jahr die Silvesternacht zu feiern. Sie werden sich freuen, wenn das Jahr 2010 herum ist. Frantz lachte und sagte, dass diese Nacht nicht schnell genug kommen könne."
Ich muss zugeben: wenn man nicht gewusst hätte, dass ein Hurrikan über die Gegend gegangen ist, man hätte es nicht vermutet! Da war kaum Wasser in einigen der tiefer gelegenen Areale, von denen wir anfangs dachten, dass sie einem Sumpf ähneln würden. Und viele andere Flächen, die unserer Einschätzung nach schwere Schäden durch den Wind hätten erleiden müssen, zeigten keine Anzeichen irgendeiner wie auch immer gearteten Zerstörung. Im Auto machten wir sogar Witze darüber hinsichtlich der Frage, ob es hier überhaupt auch nur geregnet hätte.
Was für eine Antwort auf unser Gebet! Wir waren so besorgt, als wir uns an diesem Morgen auf den Weg machten, dass wir Camps im Chaos vorfinden würden, Leute, die sich an ihre übriggebliebene Habe klammern, Schlamm und sumpfähnliche Zustände überall, und Menschen in extremer Hilfsbedürftigkeit . Aber wir hätten nicht verkehrter liegen können, und – Mannomann! - waren wir erleichtert!
Viele unserer Mitarbeiter verbrachten den Tag am Telefon, setzten sich mit unseren „Schützlingen“ in Verbindung, um sicherzugehen, dass es ihnen gut geht, fragten sie, ob sie etwas brauchten. Nur eine Handvoll Leute bat um Hilfe. So gingen wir mit unseren Gemeindearbeitern mit und besuchten einige derer, die um Hilfe gebeten hatten, um das Ausmaß der Auswirkungen von Tomas auf sie einschätzen zu können. Die meisten brauchten einfach nur ein wenig Beachtung ihrer medizinischen Probleme, die gar nichts mit Tomas zu tun hatten. Einer jungen Frau wurde kürzlich der Unterschenkel amputiert und sie benötigte einfach einen Verbandswechsel, aber seit das lokale Krankenhaus und unser Gemeinde-Gesundheitsprogramm geschlossen hatten, wusste sie nicht, wohin sie sich wenden sollte. Zwei andere, ein Paar, waren ältere Patienten, deren Familie seit Donnerstag nichts mehr von ihnen gehört hatte und wollte, dass wir vorbeifahren um sicherzugehen, dass es ihnen gut geht - und so war es.
Den ganzen Tag hörten wir nicht auf darüber zu sprechen, wie wenig direkte Auswirkungen der Sturm hatte. Noch nicht einmal dort, wo es überflutet ist, selbst wenn es gar nicht regnet, stand Wasser. Unglaublich.
Natürlich gab es Geschichten von Zerstörung. Leogane, südwestlich von Port-au-Prince schien das meiste von Tomas abbekommen zu haben. Erdrutsche, Überflutungen und sechs Todesfälle. Die Straße nach Jacmel im Süden war durch einen Erdrutsch und Überflutungen blockiert. Dort gab es offenbar auch heute noch Sturmwinde, und Gonaïves im Nordwesten wurde ebenfalls ganz schön heftig vom Flutwasser getroffen.
Tomas hat also seine Spuren in Teilen Haitis hinterlassen. Doch das, wovor große Angst herrschte, dass Camps durch starken Wind und Wassermassen geschlagen und vernichtet würden, wo doch schon 1,3 Millionen Menschen heimgesucht worden waren, hat sich nicht bewahrheitet.
Was für ein Segen für ein Land und ein Volk, das schon so viel erlitten hat.
Ich scherzte heute mit unserem Übersetzer Frantz, dass die Haitianer froh sein werden, dieses Jahr die Silvesternacht zu feiern. Sie werden sich freuen, wenn das Jahr 2010 herum ist. Frantz lachte und sagte, dass diese Nacht nicht schnell genug kommen könne."




