Information vom 16. November 2010
Haiti: "Building back better" - "Wiederaufbau für eine bessere Zukunft"
Port-au Prince, September/Oktober 2010 - von Christiane Noe
-
-
Christiane Noe ist bei der CBM zuständig für den Bereich Barrierefreiheit/Inklusion und angewandte Forschung.© CBM
-
- © CBM
-
- © CBM
-
- © CBM
Pulsierendes Leben
Die Straßen der Hauptstadt Haitis sind weitgehend freigeräumt vom Schutt, der sie nach dem Erdbeben am 12. Januar 2010 an vielen Stellen blockiert hat. Dennoch sind die Hauptadern der Stadt nur schwer und mit großem Zeitaufwand passierbar. Zu den morgendlichen und abendlichen Hauptfrequenzzeiten wälzen sich Blechlawinen entlang von kleinen Geschäften des täglichen Bedarf, Dienstleistungsanbietern wie Friseursalons und Kommunikationshops oder Schulen und Kindergärten. Die Straßen werden von den vielen Passanten flankiert, die eiligen Schrittes zu Fuß unterwegs sind. Schulkinder sind entsprechend der jeweiligen Schulzugehörigkeit in blau, rot, gelb, grün oder rosa gekleidet und strömen mit ihren Eltern den Eingangstüren der Schulen entgegen.
Man kommt auch an öffentlichen Plätzen vorbei, wo behelfsmäßige Unterkünfte und kleinere Zeltstädte errichtet sind, oder freier Raum zu betriebsamen Umschlagplätzen umfunktioniert wurde, wo nun Gemüse, Obst, tägliche Bedarfsgegenstände oder Medikamente gehandelt werden.
Die Straßen der Hauptstadt Haitis sind weitgehend freigeräumt vom Schutt, der sie nach dem Erdbeben am 12. Januar 2010 an vielen Stellen blockiert hat. Dennoch sind die Hauptadern der Stadt nur schwer und mit großem Zeitaufwand passierbar. Zu den morgendlichen und abendlichen Hauptfrequenzzeiten wälzen sich Blechlawinen entlang von kleinen Geschäften des täglichen Bedarf, Dienstleistungsanbietern wie Friseursalons und Kommunikationshops oder Schulen und Kindergärten. Die Straßen werden von den vielen Passanten flankiert, die eiligen Schrittes zu Fuß unterwegs sind. Schulkinder sind entsprechend der jeweiligen Schulzugehörigkeit in blau, rot, gelb, grün oder rosa gekleidet und strömen mit ihren Eltern den Eingangstüren der Schulen entgegen.
Man kommt auch an öffentlichen Plätzen vorbei, wo behelfsmäßige Unterkünfte und kleinere Zeltstädte errichtet sind, oder freier Raum zu betriebsamen Umschlagplätzen umfunktioniert wurde, wo nun Gemüse, Obst, tägliche Bedarfsgegenstände oder Medikamente gehandelt werden.
"Haiti ist nicht verloren"
Auf den ersten Blick mag eine Aufbruchstimmung und Geschäftigkeit zu verspüren sein, die durch das Entdecken von "Werbe"-Plakaten mit der Aufschrift "Haiti ist nicht verloren" wie auch das Erklingen der Nationalhymne im Radio, pünktlich um 8 Uhr morgens, untermalt wird.
Auf den ersten Blick mag eine Aufbruchstimmung und Geschäftigkeit zu verspüren sein, die durch das Entdecken von "Werbe"-Plakaten mit der Aufschrift "Haiti ist nicht verloren" wie auch das Erklingen der Nationalhymne im Radio, pünktlich um 8 Uhr morgens, untermalt wird.
Symposium "Building back better"
Im Rahmen des Wiederaufbaus findet ein großes Symposium statt, bei dem Vertreter der Regierung, der Wirtschaft und tatkräftige Repräsentanten von Nichtregierungs- und Behindertenorganisationen zusammen für eine effektivere Koordination und Berücksichtigung von Menschen mit Behinderungen bei den Wiederaufbaumaßnahmen einstehen. "Building back better" ist die Devise - "Wiederaufbau für eine bessere Zukunft"!
Belange von Menschen mit Behinderungen aufzeigen
Die CBM unterstützte die Realisierung des Symposiums sowohl bei der inhaltlichen Planung wie auch finanziell. Der Hauptveranstalter, das Staatssekretariat für die Inklusion von Menschen mit Behinderungen (SEIPH), ist eine Partnerorganisation der CBM und ein wesentlicher Motor für die anwaltschaftliche Arbeit, um die Belange behinderter Menschen in Haiti auf politischer wie auch gesellschaftlicher Ebene deutlich zu machen und voranzubringen.
Im Rahmen des Wiederaufbaus findet ein großes Symposium statt, bei dem Vertreter der Regierung, der Wirtschaft und tatkräftige Repräsentanten von Nichtregierungs- und Behindertenorganisationen zusammen für eine effektivere Koordination und Berücksichtigung von Menschen mit Behinderungen bei den Wiederaufbaumaßnahmen einstehen. "Building back better" ist die Devise - "Wiederaufbau für eine bessere Zukunft"!
Belange von Menschen mit Behinderungen aufzeigen
Die CBM unterstützte die Realisierung des Symposiums sowohl bei der inhaltlichen Planung wie auch finanziell. Der Hauptveranstalter, das Staatssekretariat für die Inklusion von Menschen mit Behinderungen (SEIPH), ist eine Partnerorganisation der CBM und ein wesentlicher Motor für die anwaltschaftliche Arbeit, um die Belange behinderter Menschen in Haiti auf politischer wie auch gesellschaftlicher Ebene deutlich zu machen und voranzubringen.
Barrierefreier Wiederaufbau
Somit wird die CBM in Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden und Partnerorganisationen im Bereich des barrierefreien Wiederaufbaus eine wesentliche Rolle spielen. Darüber hinaus verfolgt die Christoffel-Blindenmission mit der Arbeit in Haiti das Ziel, durch eine gemeinwesenorientierte Arbeit die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen zu erfassen und ihre Möglichkeiten zur Mitgestaltung ihrer Gesellschaft zu unterstützen.
Somit wird die CBM in Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden und Partnerorganisationen im Bereich des barrierefreien Wiederaufbaus eine wesentliche Rolle spielen. Darüber hinaus verfolgt die Christoffel-Blindenmission mit der Arbeit in Haiti das Ziel, durch eine gemeinwesenorientierte Arbeit die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen zu erfassen und ihre Möglichkeiten zur Mitgestaltung ihrer Gesellschaft zu unterstützen.
Bei allen technisch und politisch relevanten Beiträgen und Übereinkünften wird die Verbundenheit vor allem deutlich, als beim kulturellen Abschlussprogramm Menschen mit und ohne Behinderung zusammen zu den haitianischen Rhythmen tanzen - und sich ganz ohne Worte verstehen.
Mitglieder am Rand der Gesellschaft besonders verwundbar
Auf den zweiten Blick sieht die Realität in Haiti, fernab der geschützten Räume, etwas anders aus: Ein kurzer, aber heftiger Tropensturm bahnt sich seinen Weg durch die Hauptstadt und reißt Wohnzelte und Strommasten nieder. Der Regen unterspült den erdigen Untergrund und macht es schier unmöglich, gesundheitserhaltende Lebensumstände in den Behelfsunterkünften zu garantieren. Die Situation der Menschen und die Verwundbarkeit aller - und insbesondere der marginalisiertesten Mitglieder der Gesellschaft - ist mehr als sichtbar, was sich auch an der jüngst ausgebrochenen Cholera-Epidemie zeigt.
Auf dem Weg zu einer inklusiveren Gesellschaft
Und dennoch: Haiti ist nicht verloren. Das Land und die Menschen scheinen einen großen Willen und Potenzial zu haben, ihr Land gemeinsam mit der Hilfe von außen, wie z.B. der CBM, wieder aufzubauen und den Weg zu einer inklusiveren Gesellschaft zu bereiten.
Auf den zweiten Blick sieht die Realität in Haiti, fernab der geschützten Räume, etwas anders aus: Ein kurzer, aber heftiger Tropensturm bahnt sich seinen Weg durch die Hauptstadt und reißt Wohnzelte und Strommasten nieder. Der Regen unterspült den erdigen Untergrund und macht es schier unmöglich, gesundheitserhaltende Lebensumstände in den Behelfsunterkünften zu garantieren. Die Situation der Menschen und die Verwundbarkeit aller - und insbesondere der marginalisiertesten Mitglieder der Gesellschaft - ist mehr als sichtbar, was sich auch an der jüngst ausgebrochenen Cholera-Epidemie zeigt.
Auf dem Weg zu einer inklusiveren Gesellschaft
Und dennoch: Haiti ist nicht verloren. Das Land und die Menschen scheinen einen großen Willen und Potenzial zu haben, ihr Land gemeinsam mit der Hilfe von außen, wie z.B. der CBM, wieder aufzubauen und den Weg zu einer inklusiveren Gesellschaft zu bereiten.




