Klumpfußprogramm in Haiti
Gipsverbände ersparen Operation
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Kunststoff-Fußmodelle mit Gipsverbänden: Solche wechselnden Verbände korrigieren nach und nach die Fußfehlstellung von Kindern mit angeborenem Klumpfuß.
© CBM/Shelley
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Dieses kleine Mädchen im Wartebereich des Adventistenkrankenhaus in Carrefour soll eine Klumpfußbehandlung bekommen. Die besten Voraussetzungen, damit es später ganz normal herumrennen kann!
© CBM/Shelley
Schätzungsweise 600 Kinder kommen jährlich auf Haiti mit angeborenem Klumpfuß zur Welt. Ein medizinisches Netzwerk, in dem ihre Behandlung koordiniert und durchgeführt wird, gab es im Land bisher nicht.
Neues landesweites Klumpfußprogramm
Neues landesweites Klumpfußprogramm
Das ist seit Anfang 2011 anders: Den betroffenen Kindern helfen die CBM und Cure International in einem auf drei Jahre angelegten Programm. In dieser Zeit entstehen Behandlungszentren, es werden Techniker, Chirurgen und Berater ausgebildet und die Bevölkerung für die Fußfehlstellung sensibilisiert.
Angeborene Fußfehlstellung
Klumpfuß ist eine meist angeborene Fußfehlstellung. Laut WHO werden jährlich weltweit über 100.000 Kinder damit geboren. Dabei ist ein Fuß oder sind beide Füße so nach unten oder innen verdreht, dass nicht behandelte Kinder später nur unter großen Schwierigkeiten und Schmerzen gehen können - wenn überhaupt.
Angeborene Fußfehlstellung
Klumpfuß ist eine meist angeborene Fußfehlstellung. Laut WHO werden jährlich weltweit über 100.000 Kinder damit geboren. Dabei ist ein Fuß oder sind beide Füße so nach unten oder innen verdreht, dass nicht behandelte Kinder später nur unter großen Schwierigkeiten und Schmerzen gehen können - wenn überhaupt.
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Die Ponseti-Eingipsmethode, bei denen es oft Geschrei und Tränen gibt, erspart Kindern unter zwei Jahren aber letztlich eine Operation.
© CBM/Shelley
Heilung durch Gipsbehandlung
Bei Früherkennung und entsprechender Gips-Behandlung kann eine Fußfehlstellung oft vollständig korrigiert werden. Das ist für die Kleinkinder und ihre Eltern anstrengend, erspart ihnen aber letztlich eine Operation. Dr. Alexis Francel, ein auf Klumpfuß spezialisierter Orthopäde: "Mehr als 500 Behandlungen wurden seit Bestehen des Programms im Januar 2011 durchgeführt. Jeden Mittwoch werden zwischen 40 und 50 Kinder unter zwei Jahren zu uns ins Adventistenkrankenhaus in Carrefour in Port-au-Prince gebracht. Wir wenden hier die Ponseti-Methode an. Dabei werden die Füße immer wieder mit Gipsverbänden versehen – bis zur finalen Korrektur. Unser Ziel ist es, alle Kinder, die hier mit Klumpfuß geboren werden, behandeln zu können."
Bei Früherkennung und entsprechender Gips-Behandlung kann eine Fußfehlstellung oft vollständig korrigiert werden. Das ist für die Kleinkinder und ihre Eltern anstrengend, erspart ihnen aber letztlich eine Operation. Dr. Alexis Francel, ein auf Klumpfuß spezialisierter Orthopäde: "Mehr als 500 Behandlungen wurden seit Bestehen des Programms im Januar 2011 durchgeführt. Jeden Mittwoch werden zwischen 40 und 50 Kinder unter zwei Jahren zu uns ins Adventistenkrankenhaus in Carrefour in Port-au-Prince gebracht. Wir wenden hier die Ponseti-Methode an. Dabei werden die Füße immer wieder mit Gipsverbänden versehen – bis zur finalen Korrektur. Unser Ziel ist es, alle Kinder, die hier mit Klumpfuß geboren werden, behandeln zu können."
Beratungssprechstunden mit ausgebildeten Technikern werden wöchentlich im ganzen Land angeboten: in Port-au-Prince, Carrefour, Jacmel, Cap-Haitien und Les Cayes.
Informationsnetzwerk fördert Nachhaltigkeit
Ein ganzes Netzwerk aus Ärzten, Technikern und Beratern unterstützt die betroffenen Kinder und ihre Familien. Junge Leute aus verschiedenen Regionen, in denen das Programm eingeführt wurde, haben Schulungen besucht und werden als freiwillige Helfer die Eltern während der Therapie ihrer Kinder ratgebend und informierend begleiten. Dr. Alexis Francel erklärt, warum das so wichtig ist: "Einige der Eltern machen nicht den gesamten Behandlungsprozess mit, weil sie nicht genügend informiert sind. Die Berater sind da, um mit ihnen zu arbeiten und sicherzustellen, dass die verschiedenen Therapieschritte eingehalten werden."
Ein ganzes Netzwerk aus Ärzten, Technikern und Beratern unterstützt die betroffenen Kinder und ihre Familien. Junge Leute aus verschiedenen Regionen, in denen das Programm eingeführt wurde, haben Schulungen besucht und werden als freiwillige Helfer die Eltern während der Therapie ihrer Kinder ratgebend und informierend begleiten. Dr. Alexis Francel erklärt, warum das so wichtig ist: "Einige der Eltern machen nicht den gesamten Behandlungsprozess mit, weil sie nicht genügend informiert sind. Die Berater sind da, um mit ihnen zu arbeiten und sicherzustellen, dass die verschiedenen Therapieschritte eingehalten werden."




