Ein zukunftsweisender Weg

Gemeindenahe Rehabilitation

Menschen werden unterrichtet
Gemeindenahe Helfer: Sie fördern die Inklusion von Menschen mit Behinderung.
© CBM
Die auf die Reduzierung bzw. Überwindung von Behinderungen gerichtete medizinische Arbeit ist nur ein Aspekt des CBM-Mandats. Vor allem die Programme zur gemeindenahen Rehabilitation greifen Themen wie Menschenrechte, sozioökonomische Entwicklung und Armutsbekämpfung auf. Ihre Leitprinzipien sind Partizipation, Integration und Nachhaltigkeit.

Die Strategie der gemeindenahen Rehabilitation (CBR – Community-based Rehabilitation) besteht darin, ein Gemeinwesen möglichst rasch in die Lage zu versetzen, die Verantwortung für die Bedürfnisse seiner Mitglieder – auch der Menschen mit Behinderungen - selbst zu tragen. Das Thema Behinderung wird somit Teil der allgemeinen Arbeit eines Gemeinwesens.
Typische CBR-Maßnahmen sind:
  • Aufklärung über Behinderungsursachen und deren Prävention
  • medizinische Betreuung, Therapie und Rehabilitation vor Ort
  • Dienste für Menschen jeden Alters mit sämtlichen Arten der Behinderung,
  • einschließlich geistiger und psychischer Behinderung
  • Förderung inklusiven Unterrichts behinderter Kinder
  • Vermittlung lebenspraktischer Fertigkeiten und Entwicklung von Autonomie
  • Eintreten für die Inklusion behinderter Menschen in die Gesellschaft
Die CBM konzentriert sich auf die Inklusion von Menschen mit Behinderungen in die Gesellschaft, indem sie ihnen hilft, Wege zu finden, umfassend am Gemeinschaftsleben teilzunehmen. Hier kommt es darauf an, sowohl körperliche Barrieren zu überwinden als auch allgemeine Einstellungen gegenüber behinderten Menschen zu beeinflussen und sie von dem ihnen häufig anhaftenden Stigma zu befreien.
Die berufliche Wiedereingliederung ist Voraussetzung für Inklusion. Kernaktivitäten sind hierbei:
  • Öffentliche Aufklärung und Interessenvertretung: Schärfung des öffentlichen Bewusstseins, vor allem auf Seiten staatlicher und privatwirtschaftlicher Akteure (Arbeitgeber), dass Menschen mit Behinderungen das Recht, die Pflicht und die Fähigkeit haben, am Wirtschaftsleben teilzunehmen und deshalb Zugang zu entsprechenden Diensten der Mikrofinanzierung, der wirtschaftlichen Beratung und Förderung erhalten müssen. Hier besteht eine enge Zusammenarbeit mit Behindertenorganisationen.
  • Berufsvorbereitender Unterricht: Unterstützung von Schulen, die Schüler mit Behinderungen aufnehmen, bei der Förderung beruflicher Fertigkeiten neben dem üblichen Schulunterricht.
  • Training von Fertigkeiten und Berufsausbildung: Unterstützt werden Programme zur Förderung beruflicher Fähigkeiten von Menschen mit Behinderungen, um deren Chancen im Hinblick auf Beruf und Selbstständigkeit zu verbessern.
  • Selbstständigkeit: Unterstützung von Initiativen von Menschen mit Behinderungen zur Gründung von Mikrounternehmen mittels wirtschaftlicher Beratung und Darlehensgewährung.
  • Inklusion durch Berufsbildungsprogramme: Förderung der Inklusion behinderter Menschen durch Berufsbildungs- und Beschäftigungsprogramme, die ihnen vorher nicht zugänglich waren.
In Zahlen
Im Jahr 2010 erreichten die CBM-geförderten CBR-Projekte mehr als 464.000 Menschen

Stand: Juni 2011
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