Dürre in Afrika:

Gärten sichern das Überleben

Zwei Frauen und ein Kind in der Hocke - neben einem Kürbisbeet
"Der Garten ist unsere Zukunft!" - Halimatou (r.) und ihre Familie müssen nicht mehr nur von Hirse und Wasser leben.
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Auberginen wie auf dem Foto, aber auch Kartoffeln, Tomaten, Mangos und Kürbisse erntet Halimatous Familie das ganze Jahr über.
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Eine Frau in einem Garten
Halimatou: stolze Bewirtschafterin ihres Gartens.
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So hilft die CBM – helfen Sie mit!

1. Erste Nothilfe – falls es zum Schlimmsten kommt:
Verteilung von hochkonzentriertem Eiweiß-Getreidebrei, um die schwächsten Kinder zu stärken:
45 Euro pro Kind
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2. Mittelfristig – medizinische Versorgung: Bekämpfung armutsbedingter Krankheiten wie z.B. Trachom, die in trockenen Gebieten wie im Niger häufig auftreten.
Eine Augenoperation kostet 20 Euro, Augensalbe 5 Euro.

3. Langfristige Hilfe – z.B. „Gärten des Lebens“
Die „Gärten des Lebens“ ernähren eine Großfamilie das ganze Jahr über.
Kosten pro Garten: 5.000 Euro. Jeder Euro hilft!
In den Morgenstunden, wenn die Sonne noch nicht so erbarmungslos auf den kargen Boden brennt wie mittags, arbeitet Halimatous Familie im Garten. Die 19-Jährige humpelt, denn sie hat einen Spitzfuß. Doch das hindert sie nicht daran, mit ihren Verwandten die Pflanzen zu wässern, Auberginen und Kürbisse zu ernten und Möhrensamen zu säen. Der Garten wirkt beinahe unwirklich: wie eine grüne Oase in der Wüste.
"Jetzt fragen die Leute um Rat!"
"Ich hätte nie gedacht, dass ich einmal als Gärtnerin arbeiten könnte", sagt Halimatou und lächelt stolz. Wegen ihres Spitzfußes kann sie nur humpeln. Ausgelöst wurde ihre Behinderung durch eine Chinin-Spritze gegen Malaria, die sie im Alter von fünf Monaten im örtlichen Krankenhaus bekam.
Mit schwerwiegenden Folgen: Den kilometerlangen Schulweg konnte sie nicht zurücklegen. Die Kinder im Dorf lachten sie aus, beschimpften sie, manche schlugen sie sogar. Doch die Gartenarbeit ließ Halimatou aufblühen: "Ich merke, dass mir die Nachbarn Respekt entgegenbringen, denn sie sehen, was alles in unserem Garten wächst. Früher lachten die Leute über mich. Jetzt fragen sie um Rat", sagt Halimatou und lächelt.
"Gärten-des-Lebens-Konzept"

Das angebaute Obst und Gemüse sichert das Überleben von Halimatous Großfamilie. Es verbessert zudem ihre Situation nachhaltig, denn die Familie erntet in guten Zeiten mehr, als sie selbst zum Leben braucht.
Mehr zum Garten-Konzept
Halimatous Garten mit Bewässerungsmöglichkeit ist einer von 43 im Niger, die Großfamilien mit mindestens einem behinderten Angehörigen ernährt. Die CBM fördert die Gärten als Reaktion auf die Dürre- und Hungerkatastrophen in der Region. Weitere 120 "Gärten des Lebens", die langfristige Hilfe schaffen sollen, sind geplant - in Burkina Faso und im Niger, wo der Projektpartner KarKara die Familien berät und Gärten anlegt.
Frau an einem Brunnen
Halimatou (blaue Bluse) schöpft Wasser für ihren Garten, der im Hintergrund zu sehen ist.
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Hunger in Afrika
Zurzeit erreichen uns Nachrichten aus der Region, die Anlass zu großer Sorge geben. Nach sengender Hitze, ausbleibendem Regen und Missernten sprechen UN-Experten bereits von einer Jahrhundert-Dürre u.a. am Horn von Afrika und in Kenia.
Die Hungerkatastrophen im Niger in den Jahren 2005 und 2010 kosteten tausende Menschen das Leben. Nun sind erneut Millionen Menschen in Afrika dringend auf Hilfe angewiesen. Mit unseren Projektpartnern möchten wir Leben retten und Menschen mit Behinderungen dauerhaft helfen.
Bitte unterstützen Sie uns, damit wir schnell handeln können.
Helfen Sie jetzt!

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