Meldung vom 10. September 2009
Nach schweren Regenfällen: Gehörlosenschule in Ouagadougou stark beschädigt
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Völlig zerstört: die Küche der CBM-unterstützten Gehörlosenschule "CEFISE" in Ouagadougou.© CBM
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Hoffentlich wiederzuverwenden: Diese Lehrmaterialien sind zum Trocknen ausgelegt.© CBM
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Verschwundenes Haus: Vom Zuhause dieser CEFISE-Lehrerin ist fast nichts übriggeblieben.© CBM
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Im Krisengebiet unterwegs: Halina Weyers, CBM-Projektkoordinatorin in Westafrika.© CBM
BENSHEIM/BURKINA FASO. In Westafrika erleben derzeit 16 Länder eine katastrophale Überschwemmung. Langanhaltende Regenfälle seit Juni führten dazu, dass etwa 600.000 Menschen, besonders im Senegal, in Burkina Faso, Niger, Ghana und Sierra Leone, von den verheerenden Auswirkungen betroffen sind. "Viele von ihnen haben alles verloren. Sie stehen vor dem Nichts, das ist erschreckend zu sehen!" berichtet CBM-Projektkoordinatorin Halina Weyers, die in der Krisenregion unterwegs ist.
Schulküche zerstört - Klassenzimmer beschädigt
Beim Besuch der CBM-unterstützten integrativen Gehörlosenschule "CEFISE"* in Ouagadougou in Burkina Faso musste sie feststellen, dass auch dort die Wassermassen ihr Zerstörungswerk anrichteten: die Schulküche nur noch ein Steinhaufen. Weitere Räume, wie die Bibliothek, der Kindergarten und die Grundschulklassenzimmer sind stark beschädigt, ebenso der hintere Teil der Umgebungsmauer der Schule.
Außerdem wurden viele Lehr- und Lernmittel und teilweise die Ausstattung vom Wasser aufgeweicht. Manche der Bücher hofft man nach dem Trocknen weiterverwenden zu können. Die Schulleiterin, die von dem sieben Stunden andauernden Starkregen erzählte, der zu der Überschwemmung der Gebäude führte, kann noch gar nicht abschätzen, auf welche Summe sich der Schaden beläuft.
* CEFISE: Centre d´Education et de Formation Intégree des Sourds/Zentrum für integrative Erziehung und Ausbildung gehörloser Menschen
Dem Erdboden gleichgemacht
In anderen Teilen Ouagadougous haben die Fluten alles dem Erdboden gleichgemacht. Viele in traditioneller Bauweise errichtete Gebäude wurden von dem Regen regelrecht aufgeweicht und weggeschmolzen. Eine CEFISE-Lehrerin verlor so ihr Haus, lebt jetzt mit ihrer Familie bei Nachbarn. Ihr kleiner Sohn wollte unbedingt "heim". Die Mutter zeigte ihm die Stelle, wo sie wohnten. Der Kleine konnte nicht glauben, was er sah und schrie verzweifelt: "Wo ist unser Haus?"
Unterstützung dringend nötig
"Dieses Projekt benötigt ganz dringend unsere Unterstützung," stellt Halina Weyers nach der Besichtigung des Schulgeländes fest - um den Kindern wieder einen geregelten Schulbesuch zu ermöglichen.





