Information vom 18.10.2011

Flut in Südostasien: CBM-Partner waren vorbereitet

Überschwemmungen in Kambodscha, Thailand und Vietnam

"Wir erleben viel heftigere Regenfälle als sonst in vielen Ländern, was zu Überschwemmungen in Kambodscha, Vietnam und Thailand geführt hat. Wir sind mit allen unseren Partnern in Kontakt", schrieb letzte Woche die besorgte CBM-Regionalbeauftragte für Zentral-Ostasien, Liz Cross.
Die Situation hat sich seither nicht entschärft. Die Vereinten Nationen schätzen, dass sechs Millionen Menschen von den verheerenden Folgen der Tropenstürme und des Monsunregens in Südostasien betroffen sind. Hunderte sind in den Fluten ertrunken.

Kambodscha

Porträt eines Mannes
Dr. Manfred Mörchen, Augenarzt, Kambodscha: "Alle hoffen, dass es aufhört zu regnen."
© CBM
CBM-Augenarzt Dr. Mörchen, der in Südkambodscha in der Takeo-Augenklinik arbeitet, ist froh, dass seine Klinik bisher verschont blieb. Der "World Sight Day" konnte in Takeo am 12. Oktober zum Glück gefeiert werden, aber in anderen Landesteilen ist die Lage katastrophal:" ... der Norden und Zentral-Kambodscha sind vorwiegend von den Fluten betroffen. Mittlerweile sind wohl 13% der Reisfelder zerstört und mehr als 200 Menschen sind ertrunken, darunter viele Kinder. Alle hoffen, dass es aufhört zu regnen, normalerweise endet die Monsunsaison in Südost-Asien aber erst im November."

Die CBM-geförderte Lavalla-Schule für körperbehinderte Kinder im Prek-Reang-Distrikt in der Kandal-Provinz blieb trocken - dank der Regenschutzmaßnahmen, die die Wassermassen stoppten. In der Schule "Krousar Thmey" in Phnom Penh des gleichnamigen CBM-Partners für Kinder mit Hörbehinderung dagegen ist vorläufig an eine Benutzung des überschwemmten Gebäudes nicht zu denken. Die Kinder müssen für voraussichtlich mindestens zwei Monate an einem anderen Ort unterrichtet werden.

Thailand und Vietnam

Porträt eines Mannes
Dr. Weraphan Thanaprachoom, Augenarzt, Thailand: Das Erdgeschoss seines Krankenhauses, des "Manorom Hospital" in der Chainat-Provinz, steht unter Wasser.
© CBM
Im "Manorom Hospital" unseres Partners "Christian Leprosy Foundation"  in der Chainat-Provinz in Thailand musste das Erdgeschoss geräumt werden. Das Wasser steht dort zwei Meter hoch. Menschen kamen zum Glück nicht zu Schaden: der ärztliche Direktor, Dr. Weraphan (siehe Foto) und seine Mitarbeiter sind in Sicherheit. Einrichtung und Medikamente konnten im nächsthöheren Geschoss untergebracht werden. Den in der Umgebung lebenden Menschen wurde das Krankenhaus außerdem als Schutzraum geöffnet.
Die gesamte thailändische Provinz Khon Kaen steht unter Wasser. Das seit 1980 dort von der CBM geförderte Bildungszentrum für blinde Menschen ist dank eines Erdwalls und einer eigenen Wasserpumpe bisher nicht überschwemmt worden.
Auch Hue in Vietnam ist - wie um diese Jahreszeit zu erwarten - überflutet. Unser dortiger Partner war jedoch darauf eingestellt und hat bisher nicht von Schäden berichtet.
Zwei von über 20 Projekten überschwemmt

In Kambodscha, Thailand und Vietnam unterstützt die CBM derzeit über 20 Projekte. Dass nur zwei davon überflutet sind und in CBM-Projekten keine Menschen zu Schaden kamen, ist ein Grund zu Dankbarkeit.
Link: Grauer Star Simulator der CBM
Link: Brailleübersetzer der CBM
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Link: Wissenstest zum Thema Katarakt
Link: Auslegung der Monatsandacht durch Mitarbeiter der CBM
Link: Bereich für Schulen, Kirchen und Gemeinden
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