Pressemeldung vom 6. Februar 2008
Kindern mit Behinderungen eine Chance geben
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Eva Luise Köhler freut sich: Fountain kann sehen.
Foto: CBM/Aue
"Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisten hier unter schwierigen Bedingungen eine großartige Arbeit", sagte Frau Köhler. Sie erkundigte sich auch nach den Hilfen, die von der CBM dauerhaft sehgeschädigten Menschen angeboten werden. Ein Anbau für Sehgeschädigten-Dienste wird derzeit aufgrund des hohen Bedarfs gebaut. Sie informierte sich ausführlich über die Ursachen von Erblindung, vor allem den Grauen Star, der häufigsten Erblindungsursache weltweit, und lernte Fountain kennen.
Fountain kann wieder sehen...
Sie zeigte sich überrascht, dass Röteln in der Schwangerschaft eine der Hauptursachen von Kindererblindung in Uganda sind, und bat um weitere Informationen zu diesem Thema. Da es in Uganda noch keine Massenimpfung gegen Röteln gibt, muss nach Berechnungen der CBM, angelehnt an Zahlen der WHO, dort weiter mit jährlich etwa 300 Kindern gerechnet werden, die aufgrund einer Rötelerkrankung der Mutter bei Geburt blind oder anders behindert sind (z.B. Taubheit, Herzfehler und Hirnschädigungen). Nach Auskunft von Gesundheitsminister Dr. Stephen Mallinga ist wegen begrenzter Mittel nicht absehbar, wann Rötelimpfungen in die staatlichen Impfprogramme aufgenommen werden.
Seltenheit: eine Klinik für Orthopädie-Patienten
Der prominente Gast besuchte auch die orthopädische Klinik, eine Seltenheit in der Region, in der inzwischen jährlich mehr als 2000 Operationen der Orthopädie und plastischen Chirurgie durchgeführt werden. Schwerpunkt sind Operationen und wiederherstellende Maßnahmen für Kinder, die mit missgebildeten, infizierten und gebrochenen Gliedern leben, Komplikationen aufgrund von Infektionen haben oder mit schweren Verbrennungen kommen. Durch verschiedene, teilweise komplizierte Verfahren kann oft vermieden werden, dass Beine oder Arme amputiert werden müssen.
"Ich freue mich", sagte Frau Köhler, "dass diese Klinik so erfolgreich ist, dass nicht nur Patienten aus ganz Uganda, sondern auch aus den Nachbarländern zur Behandlung kommen. Es ist sehr schön, dass hier ausgewiesene Spezialisten arbeiten und auch einheimische Fachkräfte ausgebildet werden, um den großen Bedarf zu decken."
Neubau für 4000 Operationen pro Jahr geplant
Wegen des großen Erfolges sind die Operationssäle und der Bettentrakt viel zu klein geworden, sodass die CBM mit der lokalen Organisation CORSU in der Nähe von Kampala plant, ein neues Zentrum zu errichten. Ziel ist die Verdoppelung der Operationen auf 4000 im Jahr, in Zusammenarbeit mit dem Ausbau eines landesweiten Netzwerks zur Auffindung und Betreuung von Menschen mit Behinderungen.
Als Schirmherrin des Jubiläums `100 Jahre CBM´ wünschte Eva Luise Köhler der CBM und ihren Spendern viel Erfolg beim Bau der neuen Klinik. "Es hat mich beeindruckt", sagte Frau Köhler, "wie umfassend die CBM sich bemüht, Menschen mit verschiedenen Behinderungen und insbesondere Kindern neue Chancen im Leben zu bieten."





