Interview mit Alfred Mwamba
Erster und einziger Audiologe Sambias
-
-
Alfred Mwamba (l.) ist der erste und einzige Audiologe Sambias. Im "Beit CURE Children´s Hospital" macht der 30-Jährige die Hörtests und passt Hörgeräte an.© CBM
CBM-BLICKKONTAKT: Warum ist Gehörlosigkeit so verbreitet?
Alfred: Malaria ist in Sambia statistisch gesehen häufig. Und oft wird sie mit Chinin behandelt – dem billigsten Arzneimittel. In hoher Dosis ist es jedoch giftig und verursacht Gehörlosigkeit. Viele Menschen werden durch eine Überdosis gehörlos. Eine weitere Ursache sind unbehandelte Mittelohrentzündungen.
-
-
Peter (l.) braucht Hörgeräte. Alfred prüft, ob das linke gut sitzt.© CBM
-
-
Alfred will junge Menschen für den Beruf des Audiologen begeistern.© CBM
CBM-BLICKKONTAKT: Was magst du an deiner Arbeit?
Alfred: Das Interessanteste ist, dass ich am Ende vom Tag weiß: Ich hab im Leben von jemandem etwas Entscheidendes verändert. Wenn ich nicht da wäre, dann hätte diese Person keine Möglichkeit, Hilfe zu bekommen. Was mich am meisten berührt, ist, wenn ich ein Hörgerätangepasst habe und die nun wieder hörende Person vor Freude zu weinen anfängt. Das geht mir jedes Mal nah.
CBM-BLICKKONTAKT: Was ist deine Motivation?
Alfred: Das große Ganze hat mich immer fasziniert. Ich habe den Traum, dass irgendwann jedes Krankenhaus in Sambia eine HNO-Abteilung hat. Das motiviert mich selbst heute. Wenn alles gesagt und getan ist, will ich derjenige gewesen sein, der etwas für sein Land getan hat.
CBM-BLICKKONTAKT: Wieso gibt es nicht mehr Audiologen hier?
Alfred: Es ist ein Beruf, über den kaum jemand etwas weiß. Ich kann mich nicht erinnern, überhaupt mal den Begriff ,Audiologe’ gehört zu haben. Aber ich will noch einige junge Menschen für den Beruf begeistern.
Alfred: Das Interessanteste ist, dass ich am Ende vom Tag weiß: Ich hab im Leben von jemandem etwas Entscheidendes verändert. Wenn ich nicht da wäre, dann hätte diese Person keine Möglichkeit, Hilfe zu bekommen. Was mich am meisten berührt, ist, wenn ich ein Hörgerätangepasst habe und die nun wieder hörende Person vor Freude zu weinen anfängt. Das geht mir jedes Mal nah.
CBM-BLICKKONTAKT: Was ist deine Motivation?
Alfred: Das große Ganze hat mich immer fasziniert. Ich habe den Traum, dass irgendwann jedes Krankenhaus in Sambia eine HNO-Abteilung hat. Das motiviert mich selbst heute. Wenn alles gesagt und getan ist, will ich derjenige gewesen sein, der etwas für sein Land getan hat.
CBM-BLICKKONTAKT: Wieso gibt es nicht mehr Audiologen hier?
Alfred: Es ist ein Beruf, über den kaum jemand etwas weiß. Ich kann mich nicht erinnern, überhaupt mal den Begriff ,Audiologe’ gehört zu haben. Aber ich will noch einige junge Menschen für den Beruf begeistern.




