Dr. Rainer Brockhaus, CBM-Direktor:
Ein Rollstuhl für Anaeli
Reise zu CBM-Projekten: Bewegende Schicksale und originelle Ideen
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Anaeli mit seiner Ergotherapeutin und CBM-Direktor Dr. Rainer Brockhaus (v.r.)© CBM
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Die Kinder der Gehörlosenschule in Moshi bringen CBM-Direktor Dr. Rainer Brockhaus bei, mit Fingerzeichen seinen Namen zu buchstabieren.© CBM / argum / Einberger
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Rosi Mittermaier und Christian Neureuther in einer Gehörlosenschule in Moshi.© CBM / argum / Einberger
Ein Junge, der jahrelang in einer dunklen Hütte leben musste, ein Projekt, das Spezialstühle aus Maniokkleister und Pappe baut – auf meiner Afrikareise mit Rosi Mittermaier und Christian Neureuther sah ich viele Beispiele für die wertvolle Arbeit, die in CBM-geförderten Projekten geleistet wird.
Fingerzeichen für "Rainer"
Zeige- und Mittelfinger übereinander gelegt bedeuten ein R, eine Faust mit erhobenem kleinen Finger ein I. Langsam buchstabiere ich für die Kinder der Gehörlosenschule in Moshi/Tansania meinen Vornamen. Heraus kommt „Raimer“ – na ja, fast. Die Schüler lächeln amüsiert und ich merke: Zeichen- und Gebärdensprache ist gar nicht so einfach.
Mit dabei: CBM-Botschafter
Zusammen mit den CBM-Botschaftern Rosi Mittermaier und Christian Neureuther bin ich unterwegs in CBM-geförderten Projekten in Tansania. In der Schule in Moshi werden gehörlose Kinder unterrichtet. Leider können wir ihnen das Gehör nicht zurückgeben, aber durch den Schulbesuch lernen sie, sich zu verständigen und haben später deutlich bessere Chancen, einen Beruf zu ergreifen.
Zeige- und Mittelfinger übereinander gelegt bedeuten ein R, eine Faust mit erhobenem kleinen Finger ein I. Langsam buchstabiere ich für die Kinder der Gehörlosenschule in Moshi/Tansania meinen Vornamen. Heraus kommt „Raimer“ – na ja, fast. Die Schüler lächeln amüsiert und ich merke: Zeichen- und Gebärdensprache ist gar nicht so einfach.
Mit dabei: CBM-Botschafter
Zusammen mit den CBM-Botschaftern Rosi Mittermaier und Christian Neureuther bin ich unterwegs in CBM-geförderten Projekten in Tansania. In der Schule in Moshi werden gehörlose Kinder unterrichtet. Leider können wir ihnen das Gehör nicht zurückgeben, aber durch den Schulbesuch lernen sie, sich zu verständigen und haben später deutlich bessere Chancen, einen Beruf zu ergreifen.
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Neophita hat Anaeli gezeigt, wie man Dinge greift. Das übt er jetzt, indem er Christian Neureuther die Hand gibt! v.l.: Christian Neureuther, Anaelis Ergotherapeutin Neophita, Anaeli, seine Mutter und Rosi Mittermaier© CBM / argum / Einberger
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Anaeli in seinem Rollstuhl und CBM-Direktor Dr. Rainer Brockhaus© CBM / argum / Einberger
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In der Abteilung für Klumpfußbehandlung in Moshi erhält dieser kleine Junge Krankengymnastik.© CBM / argum / Einberger
In einem Rehabilitationsprojekt in Moshi treffen wir anschließend den kleinen Anaeli (Bild rechts). Der Fünfeinhalbjährige hat mit spastischen Verkrampfungen der Muskulatur zu kämpfen.
Gefangen im Dunkel
Ursache der Spastiken ist vermutlich eine Hirnschädigung, die der Kleine bei der Geburt durch Sauerstoffmangel erlitt. Was mir die Mitarbeiter des Projekts erzählten, war schockierend: Sie hatten Anaeli gefunden, als er drei Jahre alt ar. Damals konnte er nur schlecht atmen und hatte keinerlei Kontrolle über seinen Körper. Da Anaeli nicht sitzen konnte, lag er nur in der Hütte, kam nie nach draußen und hatte – außer zu seinen beiden Geschwistern – keinen Kontakt zu anderen Kindern. Der CBM-Projektpartner besorgte Anaeli einen Spezialrollstuhl, der seinen Rücken abstützt, sodass er aufrecht sitzen kann. Festgeschnallt in ein Gurtsystem kann er nun nach draußen gefahren werden. Es muss ein großartiges Erlebnis für den kleinen Kerl gewesen sein, endlich Sonnenlicht, andere Kinder und grüne Bäume zu sehen.
Stehen üben am Holzgestell
Doch das ist nicht alles: An einem selbstgebastelten Holzgestell im Hof übt Anaeli mit seiner Stiefmutter, die sich liebevoll um ihn kümmert, das Stehen. Zweimal pro Woche kommt ein Mitarbeiter des CBM-Partners vorbei und zeigt den beiden Übungen. Im nächsten Schritt soll Anaeli lernen, Dinge zu greifen. Fernziel ist, dass der Junge einmal die Schule besuchen kann, denn, nur weil Anaeli spastische Lähmungen hat, bedeutet dies nicht, dass er geistig behindert ist.
Spezialstühle aus Maniok
Im weiteren Verlauf meiner Reise besuche ich die orthopädische Werkstatt des CBM-geförderten Projekts in Gahini/Ruanda. Dort werden Spezialstühle für spastisch gelähmte Kinder aus dem Brei der stärkehaltigen Maniokwurzel und Pappe hergestellt.
Ich bin immer wieder beeindruckt, mit welch einfachen Rohstoffen und guten Ideen es den Projektpartnern gelingt, wichtige Hilfsmittel selbst herzustellen.
Gefangen im Dunkel
Ursache der Spastiken ist vermutlich eine Hirnschädigung, die der Kleine bei der Geburt durch Sauerstoffmangel erlitt. Was mir die Mitarbeiter des Projekts erzählten, war schockierend: Sie hatten Anaeli gefunden, als er drei Jahre alt ar. Damals konnte er nur schlecht atmen und hatte keinerlei Kontrolle über seinen Körper. Da Anaeli nicht sitzen konnte, lag er nur in der Hütte, kam nie nach draußen und hatte – außer zu seinen beiden Geschwistern – keinen Kontakt zu anderen Kindern. Der CBM-Projektpartner besorgte Anaeli einen Spezialrollstuhl, der seinen Rücken abstützt, sodass er aufrecht sitzen kann. Festgeschnallt in ein Gurtsystem kann er nun nach draußen gefahren werden. Es muss ein großartiges Erlebnis für den kleinen Kerl gewesen sein, endlich Sonnenlicht, andere Kinder und grüne Bäume zu sehen.
Stehen üben am Holzgestell
Doch das ist nicht alles: An einem selbstgebastelten Holzgestell im Hof übt Anaeli mit seiner Stiefmutter, die sich liebevoll um ihn kümmert, das Stehen. Zweimal pro Woche kommt ein Mitarbeiter des CBM-Partners vorbei und zeigt den beiden Übungen. Im nächsten Schritt soll Anaeli lernen, Dinge zu greifen. Fernziel ist, dass der Junge einmal die Schule besuchen kann, denn, nur weil Anaeli spastische Lähmungen hat, bedeutet dies nicht, dass er geistig behindert ist.
Spezialstühle aus Maniok
Im weiteren Verlauf meiner Reise besuche ich die orthopädische Werkstatt des CBM-geförderten Projekts in Gahini/Ruanda. Dort werden Spezialstühle für spastisch gelähmte Kinder aus dem Brei der stärkehaltigen Maniokwurzel und Pappe hergestellt.
Ich bin immer wieder beeindruckt, mit welch einfachen Rohstoffen und guten Ideen es den Projektpartnern gelingt, wichtige Hilfsmittel selbst herzustellen.
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Charity aus Uganda glaubt fest daran, bald wieder laufen zu können!© CBM / argum / Einberger
Patienten voll Hoffnung
Die Patienten wiederum sprühen oft nur so vor Optimismus und Hoffnung: Die kleine Charity zum Beispiel (Bild rechts), der ich im CoRSU-Rehazentrum in Uganda begegnete. Sie litt an einer Fehlstellung im rechten Knie und hatte gerade eine Operation hinter sich. Trotz ihrer Schmerzen war Charity zu Späßen aufgelegt und glaubte fest daran, bald laufen zu können. Charitys Vertrauen hat mich berührt – und ich weiß, dass die Arbeit in unseren Projekten nur durch Ihre Unterstützung möglich ist. Herzlichen Dank dafür auch im Namen unserer Patientinnen und Patienten.
Die Patienten wiederum sprühen oft nur so vor Optimismus und Hoffnung: Die kleine Charity zum Beispiel (Bild rechts), der ich im CoRSU-Rehazentrum in Uganda begegnete. Sie litt an einer Fehlstellung im rechten Knie und hatte gerade eine Operation hinter sich. Trotz ihrer Schmerzen war Charity zu Späßen aufgelegt und glaubte fest daran, bald laufen zu können. Charitys Vertrauen hat mich berührt – und ich weiß, dass die Arbeit in unseren Projekten nur durch Ihre Unterstützung möglich ist. Herzlichen Dank dafür auch im Namen unserer Patientinnen und Patienten.
Mit Ihrer Hilfe bewirken unsere Projektpartner so viel Gutes - bitte unerstützen Sie unsere Arbeit auch weiterhin, damit für Kinder wie Anaeli und Charity Wunder wahr werden. Herzlichen Dank!
Ihr
Ihr
Dr. Rainer Brockhaus, Direktor der CBM
Bitte helfen Sie mit!
Ein Spezialrollstuhl für ein Kind mit spastischen Lähmungen wie Anaeli kostet 120 Euro. Mit 30 Euro finanzieren Sie einen Monat lang die Hausbesuche eines CBR-Mitarbeiters, der Familien krankengymnastische Übungen zeigt.
Kennwort: Reha




