Presseinformation vom 18. Januar 2010
Erdbeben Haiti: Benzin reicht noch für zwei Tage
CBM-Expertenteam berichtet aus Port-au-Prince
-
-
Was vom CBM-geförderten Zentrum für geistig behinderte Kinder übrigblieb, muss wahrscheinlich abgerissen werden.© CBM
PORT-AU-PRINCE/BENSHEIM. "Mit anpacken und tun, was gerade am nötigsten ist," so beschreibt Martin Ruppenthal, Regionalbeauftragter der Christoffel-Blindenmission (CBM), die derzeitige Aufgabe des CBM-Expertenteams in Haiti. Während Ruppenthal im Krankenhaus des CBM-Partners "Cure International" mit der Ausgabe von Wasser und Nahrung beschäftigt ist, hilft CBM-Nothilfekoordinatorin Valérie Scherrer dabei, die vielen Patienten in eine Reihenfolge der Dringlichkeit zu bringen.
Zu wenig Wasser, Nahrung, Benzin
Die Situation der betroffenen Menschen ist immer noch dramatisch. Es gibt zu wenig Wasser und Nahrung und es mehren sich die Berichte von Plünderungen und Überfällen. Wer kann, versucht die Stadt bzw. das Land zu verlassen. Hinzu kommt, dass das Benzin in Port-au-Prince immer knapper wird. Ruppenthal: "Das noch verfügbare Benzin wird verwendet, um die Generatoren der Krankenhäuser anzutreiben. Zwei Tage reicht es noch, dann kann nicht mehr operiert werden." Wenn wieder genügend Benzin zur Verfügung stehe, so Ruppenthal, werde er die weiteren CBM-Partner in Port-au-Prince aufsuchen.
Die Situation der betroffenen Menschen ist immer noch dramatisch. Es gibt zu wenig Wasser und Nahrung und es mehren sich die Berichte von Plünderungen und Überfällen. Wer kann, versucht die Stadt bzw. das Land zu verlassen. Hinzu kommt, dass das Benzin in Port-au-Prince immer knapper wird. Ruppenthal: "Das noch verfügbare Benzin wird verwendet, um die Generatoren der Krankenhäuser anzutreiben. Zwei Tage reicht es noch, dann kann nicht mehr operiert werden." Wenn wieder genügend Benzin zur Verfügung stehe, so Ruppenthal, werde er die weiteren CBM-Partner in Port-au-Prince aufsuchen.
Zentrum für geistig behinderte Kinder stark beschädigt
In Haiti fördert die CBM sieben Projekte, fünf davon allein in Port-au-Prince. Dazu gehören neben einem Kinderkrankenhaus mit augenmedizinischer Abteilung ein Rehabilitationsprogramm für blinde und sehbehinderte Menschen. Außerdem fördert die CBM die Augenabteilung des Universitäts-Krankenhauses sowie ein Integrationsprogramm für Kinder aus Elendsvierteln der Hauptstadt mit einem Zentrum zur Frühförderung und Betreuung geistig behinderter Kinder. Dieses Zentrum steht nach ersten Augenzeugenberichten noch, hat aber so viele Risse in den Mauern, dass es voraussichtlich abgerissen werden muss.
In Haiti fördert die CBM sieben Projekte, fünf davon allein in Port-au-Prince. Dazu gehören neben einem Kinderkrankenhaus mit augenmedizinischer Abteilung ein Rehabilitationsprogramm für blinde und sehbehinderte Menschen. Außerdem fördert die CBM die Augenabteilung des Universitäts-Krankenhauses sowie ein Integrationsprogramm für Kinder aus Elendsvierteln der Hauptstadt mit einem Zentrum zur Frühförderung und Betreuung geistig behinderter Kinder. Dieses Zentrum steht nach ersten Augenzeugenberichten noch, hat aber so viele Risse in den Mauern, dass es voraussichtlich abgerissen werden muss.
Spenden erbeten unter dem Kennwort "Haiti"
57 einheimische Mitarbeiter der CBM sind in Port-au-Prince tätig. Pro Jahr werden fast 2.000 Menschen mit Behinderungen und rund 140.000 Patienten in den CBM-unterstützten Projekten in der Hauptstadt betreut. Die CBM leistet über ihre Partner vor Ort Nothilfe und bittet um Spenden unter dem Kennwort "Haiti" auf das Konto 2020 bei der Bank für Sozialwirtschaft (BLZ 370 205 00).
57 einheimische Mitarbeiter der CBM sind in Port-au-Prince tätig. Pro Jahr werden fast 2.000 Menschen mit Behinderungen und rund 140.000 Patienten in den CBM-unterstützten Projekten in der Hauptstadt betreut. Die CBM leistet über ihre Partner vor Ort Nothilfe und bittet um Spenden unter dem Kennwort "Haiti" auf das Konto 2020 bei der Bank für Sozialwirtschaft (BLZ 370 205 00).
Die CBM unterstützt weltweit fast 1000 Projekte in 105 Ländern. Das Hauptziel der internationalen, christlichen Entwicklungsorganisation ist es, die Lebensqualität von Menschen mit Behinderungen in Entwicklungsländern zu verbessern.