GOMA/BENSHEIM. Die CBM-Partner COPH (Conseil de Concertation des Oeuvres en Faveur des Personnes Ayant un Handicap/Netzwerk für Menschen mit Behinderung) in Goma, Nord-Kivu, und Synergie Simama engagieren sich seit Wochen im Osten des Kongo für die Bürgerkriegsopfer, die z.T. immer wieder neu auf der Flucht sind.
Valerie Scherrer war im Auftrag der CBM bis Anfang Dezember im Land und berichtet von der Arbeit beider Partner.
Mobile Kliniken im Einsatz
Derzeit implementiert COPH mobile Kliniken und nutzt dabei die Strukturen seiner CBR- (Community-based rehabilitation/gemeindenahe Rehabilitations-) Arbeit mit einem sechsköpfigen Team, darunter zwei Supervisoren, ein Physiotherapeut und ein Mitarbeiter, der die sozialen Bedingungen für Menschen mit Behinderungen in den Camps evaluiert. Bisher wurden die Camps um Goma herum besucht: Mugunga I, Mugunga II, Kibati I, Kibati II und Minova.
Die Situation der Menschen in den Camps ändert sich immer wieder, täglich kommen Hunderte weiterer Flüchtlinge, manche kehren auch zurück in ihre Dörfer. Nach letzter Schätzung von UN OCHA leben ca. 84.000 Flüchtlinge in diesen Camps um Goma herum (Minova ausgenommen). Minova ist ein neues Camp, das ca. 2 Stunden von Goma entfernt liegt und um die 1800 "Haushalte" umfasst.
Individuelle Hilfe für etwa 200 behinderte Menschen täglich
Die mobilen Kliniken registrieren täglich neu etwa 200 Menschen mit Behinderungen! Das Mitarbeiterteam erarbeitet für jeden aufgefundenen Menschen mit einer Behinderung einen individuellen Behandlungsplan. Dann wird entschieden, zu welchem Partner von COPH in Goma überwiesen wird. Das Bethesda-Hospital führt Behandlungen und OPs am Auge durch, HEAL Africa versorgt Patienten orthopädisch und plastisch-chirurgisch, im Zentrum für Körperbehinderte werden Physiotherapie und orthopädische Hilfsmittel angeboten, im Zentrum für "Mental Health" erhalten Menschen mit psychischen Problemen oder Patienten, die an Epilepsie erkrankt sind, Hilfe.