Presseinformation
Drittgrößtes Augenkrankenhaus der Welt eröffnet
Deutscher Augenarzt der CBM für Lebensleistung gewürdigt
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Dr. Albrecht Hennig berichtet bei der Eröffnungsfeier des Biratnargar-Augenhospitals von den Anfängen seiner Augenarbeit in Nepal.© CBM
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Dr. Ram Baran Jadav, der Präsident Nepals (Mitte), wird begrüßt. Rechts im Bild: CBM-Direktor Reinhold Behr© CBM
BENSHEIM/BIRATNAGAR. Wo vor rund drei Jahren noch ein Sumpfgebiet war, steht heute eine der modernsten und größten Augenkliniken der Welt: Das Biratnagar-Augenhospital. Am 15. November wurde es durch den nepalesischen Präsidenten Dr. Ram Baran Yadav feierlich eröffnet. Im Verbund mit dem seit fast dreißig Jahren arbeitenden Mutter-Krankenhaus im 120 Kilometer entfernten Lahan zählt es mit insgesamt rund 1000 Betten zu den drei größten Augenhospitälern der Welt.
Video-Beitrag aus dem ARD-Magazin Brisant vom 28.12.11 (6:16 min): "Drittgrößte Augenklinik der Welt in Nepal eröffnet"
Am Anfang nur 12 Betten
Zwei so große Augenkliniken in Nepal – das ist eine Entwicklung, die Anfang der 80er Jahre niemand voraussehen konnte. Sie ist vor allem das Verdienst von Albrecht und Kristina Hennig, die 1982 im Auftrag der Christoffel-Blindenmission (CBM) in Nepal begannen, am Grauen Star erblindete Menschen zu operieren. Bei der feierlichen Eröffnung vor Hunderten von Gästen ging fast jeder – so auch die deutsche Botschafterin Verena Gräfin von Roedern und Gerard van Driessche als Vertreter der Europäischen Union - auf die Anfänge ein, als dem Augenarzt Dr. Hennig aus Deutschland lediglich zwölf Betten zur Verfügung standen.
Zwei so große Augenkliniken in Nepal – das ist eine Entwicklung, die Anfang der 80er Jahre niemand voraussehen konnte. Sie ist vor allem das Verdienst von Albrecht und Kristina Hennig, die 1982 im Auftrag der Christoffel-Blindenmission (CBM) in Nepal begannen, am Grauen Star erblindete Menschen zu operieren. Bei der feierlichen Eröffnung vor Hunderten von Gästen ging fast jeder – so auch die deutsche Botschafterin Verena Gräfin von Roedern und Gerard van Driessche als Vertreter der Europäischen Union - auf die Anfänge ein, als dem Augenarzt Dr. Hennig aus Deutschland lediglich zwölf Betten zur Verfügung standen.
2011 rund 90.000 Augenoperationen
Der nepalesische Präsident Dr. Ram Baran Yadav würdigte die Lebensleistung von Albrecht Hennig und hob die große Zahl der Patienten hervor, die in all den Jahren bereits untersucht und behandelt wurden. Damit sei der Name Nepals weit über die Grenzen des Landes hinaus bekannt geworden. In diesem Jahr rechnet Albrecht Hennig mit rund 90.000 Augenoperationen in den beiden Kliniken. Seit der Gründung waren es insgesamt rund 850.000.
Der nepalesische Präsident Dr. Ram Baran Yadav würdigte die Lebensleistung von Albrecht Hennig und hob die große Zahl der Patienten hervor, die in all den Jahren bereits untersucht und behandelt wurden. Damit sei der Name Nepals weit über die Grenzen des Landes hinaus bekannt geworden. In diesem Jahr rechnet Albrecht Hennig mit rund 90.000 Augenoperationen in den beiden Kliniken. Seit der Gründung waren es insgesamt rund 850.000.
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CBM-Direktor Reinhold Behr (am Rednerpult) bei seiner Festansprache. Im Hintergrund (in heller Kleidung) der nepalesische Präsident.© CBM
Neue Augenklinik zentral gelegen
Finanziert wurde das Krankenhaus durch Spenden von CBM-Freunden, der Europäischen Union, der Standard Chartered Bank und Eigenmitteln, die vor allem in Lahan erwirtschaftet wurden. CBM-Direktor Reinhold Behr betonte die jahrzehntelange gute Zusammenarbeit mit der Partnerorganisation Nepal Netra Jyoti Sangh. Sie sei ein lebendiger Beleg für das Motto der CBM "Gemeinsam mehr erreichen".
Mit dem Bau der neuen Augenklinik in Biratnagar ging ein jahrelang von vielen Seiten gehegter Wunsch endlich in Erfüllung, denn die Klinik in Lahan hatte einen entscheidenden Nachteil: Die kleine Stadt mit wenig Infrastruktur ist für viele Patienten nur schwer erreichbar. Biratnagar dagegen ist die zweitgrößte Stadt Nepals und liegt direkt an der Grenze zu Indien. Von dort kommen die meisten Patienten.
Dass Biratnagar der richtige Standort ist, zeigten die letzten Jahre, als bereits in einem angemieteten ehemaligen Hotel Augenkranke aus Nepal und Nordindien untersucht und operiert wurden. „Die Kapazität war jedoch bei 850 Patienten am Tag erschöpft“, erklärte CBM-Bauleiter Josef Schneider. Auf dem neuen Gelände können bis zu 1500 Patienten am Tag untersucht werden.
Finanziert wurde das Krankenhaus durch Spenden von CBM-Freunden, der Europäischen Union, der Standard Chartered Bank und Eigenmitteln, die vor allem in Lahan erwirtschaftet wurden. CBM-Direktor Reinhold Behr betonte die jahrzehntelange gute Zusammenarbeit mit der Partnerorganisation Nepal Netra Jyoti Sangh. Sie sei ein lebendiger Beleg für das Motto der CBM "Gemeinsam mehr erreichen".
Mit dem Bau der neuen Augenklinik in Biratnagar ging ein jahrelang von vielen Seiten gehegter Wunsch endlich in Erfüllung, denn die Klinik in Lahan hatte einen entscheidenden Nachteil: Die kleine Stadt mit wenig Infrastruktur ist für viele Patienten nur schwer erreichbar. Biratnagar dagegen ist die zweitgrößte Stadt Nepals und liegt direkt an der Grenze zu Indien. Von dort kommen die meisten Patienten.
Dass Biratnagar der richtige Standort ist, zeigten die letzten Jahre, als bereits in einem angemieteten ehemaligen Hotel Augenkranke aus Nepal und Nordindien untersucht und operiert wurden. „Die Kapazität war jedoch bei 850 Patienten am Tag erschöpft“, erklärte CBM-Bauleiter Josef Schneider. Auf dem neuen Gelände können bis zu 1500 Patienten am Tag untersucht werden.
Steigende Patientenzahlen in Lahan
Die Erfahrung aus den letzten Jahren zeigt aber auch, dass trotz der neuen "Konkurrenz" in Biratnagar die Patientenzahlen in Lahan nicht rückläufig sind, sondern eher sogar nach oben gehen.
Die Erfahrung aus den letzten Jahren zeigt aber auch, dass trotz der neuen "Konkurrenz" in Biratnagar die Patientenzahlen in Lahan nicht rückläufig sind, sondern eher sogar nach oben gehen.
Lebensqualität von Menschen mit Behinderungen verbessern
Die Christoffel-Blindenmission fördert derzeit 803 Projekte in 89 Ländern. In Nepal, wo die CBM seit 1972 arbeitet, sind es 4 Projekte. Das Hauptziel der internationalen Entwicklungshilfeorganisation ist es, die Lebensqualität von Menschen mit Behinderungen in Entwicklungsländern zu verbessern. Die CBM ist von der WHO als Fachorganisation anerkannt und hat seit 2002 Beraterstatus bei den Vereinten Nationen (UN). Vom Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) erhält sie seit 1993 regelmäßig das Spendensiegel.
Die Christoffel-Blindenmission fördert derzeit 803 Projekte in 89 Ländern. In Nepal, wo die CBM seit 1972 arbeitet, sind es 4 Projekte. Das Hauptziel der internationalen Entwicklungshilfeorganisation ist es, die Lebensqualität von Menschen mit Behinderungen in Entwicklungsländern zu verbessern. Die CBM ist von der WHO als Fachorganisation anerkannt und hat seit 2002 Beraterstatus bei den Vereinten Nationen (UN). Vom Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) erhält sie seit 1993 regelmäßig das Spendensiegel.




