Eine deutsche Augenärztin in Afrika

Dr. Irmela Erdmann

Ärztin blickt durch ein OP-Mikroskop
Routine: Dr. Irmela Erdmann bei einer Augenoperation.
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Krankenhauspersonal sitzt in einem Dienstzimmer
Dienstbesprechung: Einmal in der Woche bespricht Dr. Erdmann mit allen Mitarbeiterinnen den Arbeitsplan.
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Eine Frau arbeitet am Schreibtisch
Auch das gehört zum Arbeitsalltag: Die Ärztin dokumentiert ihre Arbeit.
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Porträt von Dr. Erdmann
Als Augenärztin in Uganda: die Hamburgerin Dr. Irmela Erdmann.
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Schon seit 1998 arbeitet Dr. Irmela Erdmann in Uganda und von 2005 an im Mengo-Hospital, das sich mitten in der pulsierenden Hauptstadt Ugandas, in Kampala, befindet.
Augenlicht retten - Spezialwissen weitergeben
In der Augenabteilung operiert die Spezialistin für Netzhaut- und Kinderchirurgie regelmäßig - und hat schon unzähligen Erwachsenen und Kindern das Augenlicht zurückgegeben oder erhalten. Dabei gibt sie ihr Wissen weiter an Augenärzte, die sich im Mengo-Hospital fortbilden. Einfachere Fälle können dann nach und nach von den lernenden Kollegen übernommen werden.
Improvisationstalent gefragt
Die Klinik in Kampala ist recht gut ausgestattet. Das stellt die Ärztin immer wieder fest, wenn sie an kleineren Kliniken aushilft: "Typische Probleme dort sind dann: Die haben zwar eine Spaltlampe, aber kein Zubehör. Das heißt, wenn die Glühbirne kaputt geht, kann das Gerät nicht mehr benutzt werden." Alle wichtigen Instrumente kommen aus dem Ausland. Insgesamt, so Dr. Erdmann, ist "die Augenarbeit in Uganda ... gar nicht so schlecht: es gibt 14 Augenabteilungen, zwei davon in Kampala". Auch nach vielen Jahren im Land bleiben die Arbeitsbedingungen herausfordernd und Improvisationstalent ist gefragt. "Ich reinige die Instrumente immer mit Kaffeemaschinenentkalker – die werden blitzblank", erzählt sie lachend - und natürlich wird das OP-Besteck danach noch sterilisiert!
Von Hamburg nach Kampala
Die gebürtige Hamburgerin arbeitete bis Ende der neunziger Jahre als Oberärztin in einer renommierten Klinik ihrer Heimatstadt. Dort sammelte sich reichlich Operationserfahrung. Ihr Fachwissen wollte sie weitergeben - und zwar dort, wo es besonders dringend benötigt wird. Die Christoffel-Blindenmission suchte eine erfahrene Ophthalmologin für Uganda. Die Ärztin war flexibel - "Ich hatte keine Präferenzen für ein bestimmtes Land" - und ist doch froh über den Einsatz in Uganda, denn sie wollte sich auf jeden Fall "als Frau frei bewegen können". In Kampala ist das möglich. In der Stadt sei es auch ein bißchen einfacher, Kontakt zu den Einheimischen zu finden, als auf dem Land. Nach Deutschland zurück möchte sie zumindest nicht zum Arbeiten als Augenärztin: "Unvorstellbar! Das wäre keine Herausforderung mehr!"
Mehr zu ihrer Arbeit:


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