Zweigleisiger Ansatz bei der CBM
"Twin-track Approach"
Was bedeutet eigentlich der zweigleisige Ansatz, der sogenannte Twin-track Approach?
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- © CBM
Die CBM versucht, wo immer möglich, in ihren Projekten und Programmen zweigleisig vorzugehen. Das heißt, dass einerseits die Belange von Menschen mit Behinderung in allgemeinen Projekten und Programmen Berücksichtigung finden (sog . Mainstreaming). Dafür setzt die CBM sich in ihrer Anwaltschaftlichen Arbeit bei Regierungen und anderen Nichtregierungsorganisationen ein.
Andererseits können Maßnahmen notwendig sein, die speziell Menschen mit Behinderung und ihre Organisationen unterstützen. Viele von ihnen haben ihr Leben lang Ausgrenzung aus der Gesellschaft erlebt. Durch gezielte Maßnahmen des empowerment, also „Befähigung“ oder „Ermächtigung“, sollen sie in die Lage versetzt werden, ihre Geschicke in die eigenen Hände zu nehmen und ihre Interessen selbst zu vertreten.
Andererseits können Maßnahmen notwendig sein, die speziell Menschen mit Behinderung und ihre Organisationen unterstützen. Viele von ihnen haben ihr Leben lang Ausgrenzung aus der Gesellschaft erlebt. Durch gezielte Maßnahmen des empowerment, also „Befähigung“ oder „Ermächtigung“, sollen sie in die Lage versetzt werden, ihre Geschicke in die eigenen Hände zu nehmen und ihre Interessen selbst zu vertreten.
Das Ziel ist das Erreichen gleicher Rechte und Chancen für Menschen mit Behinderung, ihrer Teilhabe an allen gesellschaftlichen Prozessen und das Verhindern von Ausgrenzung – also ihre Inklusion.
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Ein Rollstuhl hat Grace (Mitte) mobiler gemacht. Aber der Zustand des Weges ist so beschaffen, dass sie weiterhin auf Hilfe angewiesen ist.© CBM
Warum ist der zweigleisige Ansatz wichtig?
Es hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass Behinderung kein individuelles Problem ist, sondern ganz entscheidend durch das Umfeld bedingt wird. Der zweigleisige Ansatz hilft dabei, sowohl die individuelle Unterstützung im Blick zu haben als auch das Umfeld, z. B. die Infrastruktur und die Mitmenschen.
Beispiel
Ein Kind lebt mit seiner Familie in einem kleinen Dorf, das von Mangrovenwäldern umgeben ist. Oft träumt es davon, wie die anderen Kinder die Schule im Nachbarort zu besuchen, doch es kann nicht laufen.
Eine spezifische Maßnahme könnte also sein, ihm einen Rollstuhl zur Verfügung zu stellen, damit es die Chance hat, sich selbstständig fortzubewegen, und nicht mehr auf fremde Hilfe angewiesen ist.
In vielen Fällen reicht dies aber nicht aus, denn wie in jenem Dorf besteht der Weg zum Nachbarort, in dem sich die Schule befindet, aus einem kleinen Bretterpfad, der sehr schmal und sehr wackelig ist. So besitzt das Kind zwar nun einen Rollstuhl, kann aber dennoch nicht zur Schule fahren und ist weiter vom Schulunterricht ausgeschlossen.
Beispiel
Ein Kind lebt mit seiner Familie in einem kleinen Dorf, das von Mangrovenwäldern umgeben ist. Oft träumt es davon, wie die anderen Kinder die Schule im Nachbarort zu besuchen, doch es kann nicht laufen.
Eine spezifische Maßnahme könnte also sein, ihm einen Rollstuhl zur Verfügung zu stellen, damit es die Chance hat, sich selbstständig fortzubewegen, und nicht mehr auf fremde Hilfe angewiesen ist.
In vielen Fällen reicht dies aber nicht aus, denn wie in jenem Dorf besteht der Weg zum Nachbarort, in dem sich die Schule befindet, aus einem kleinen Bretterpfad, der sehr schmal und sehr wackelig ist. So besitzt das Kind zwar nun einen Rollstuhl, kann aber dennoch nicht zur Schule fahren und ist weiter vom Schulunterricht ausgeschlossen.
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Stufen am Schulgebäude: Eines der Hindernisse, derentwegen Grace den Weg zur Schule im Rollstuhl nicht alleine bewältigen kann.© CBM
Der zweite Ansatz muss also sein, dass allgemeine Vorhaben, wie z.B. die Verbesserung der Infrastruktur des Dorfes, inklusiv gestaltet werden. Bei der Planung des neuen Weges sollten alle Dorfbewohner mit und ohne Behinderungen einbezogen werden.
Dadurch wird eine allgemeine, strukturelle Entwicklungsmaßnahme inklusiv - und bei dem Brettersteg werden nicht nur die morschen Bretter erneuert, sondern er wird durch einen ebenerdigen, gut befestigten Weg ersetzt, den jeder nutzen kann: Ältere Menschen, Schwangere und natürlich auch unser Beispielkind.
Verbesserung für alle
Letztlich profitieren von dieser baulichen Maßnahme alle Dorfbewohner. Sie sind froh, dass sie nun nicht mehr alle Einkäufe auf dem Kopf ins Dorf balancieren müssen, sondern auch den Transportkarren nutzen können. Das dient der allgemeinen Bevölkerung und ermöglicht einen besseren Zugang für alle Bewohner.
Verbesserung für alle
Letztlich profitieren von dieser baulichen Maßnahme alle Dorfbewohner. Sie sind froh, dass sie nun nicht mehr alle Einkäufe auf dem Kopf ins Dorf balancieren müssen, sondern auch den Transportkarren nutzen können. Das dient der allgemeinen Bevölkerung und ermöglicht einen besseren Zugang für alle Bewohner.




