Pressemeldung vom 05. September 2008
CBM-Botschafter trägt Fahne in Peking
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Beim Training: Henry Wanyoike mit einem Führungsläufer© CBM / Meyer
In Sydney zog der blinde Kenianer Wanyoike bei den Paralympics seinen schlappen Führungsläufer ins Ziel und Schwarzenegger jubelte. - In Peking will er seine Siege der CBM zum 100. Geburtstag schenken.
Weit weg, in einem Land am Ende unserer Urlaubsträume wiegen sich die Gräser der kenianischen Steppe im steten Wind. Auf gleicher Höhe mit einem Zebra zwei Männer: Joseph Kibunja und Henry Wanyoike (34), der schnellste blinde Marathon-Mann der Welt. Er sieht mit dem Herzen, läuft im Auftrag der deutschen Christoffel-Blindenmission aus dem hessischen Bensheim durch die Welt und erzählt im Namen von 37 Millionen Blinden in den Armutsgebieten unserer Erde die Geschichte vom Hinfallen und Wieder-Aufstehen.
Weit weg, in einem Land am Ende unserer Urlaubsträume wiegen sich die Gräser der kenianischen Steppe im steten Wind. Auf gleicher Höhe mit einem Zebra zwei Männer: Joseph Kibunja und Henry Wanyoike (34), der schnellste blinde Marathon-Mann der Welt. Er sieht mit dem Herzen, läuft im Auftrag der deutschen Christoffel-Blindenmission aus dem hessischen Bensheim durch die Welt und erzählt im Namen von 37 Millionen Blinden in den Armutsgebieten unserer Erde die Geschichte vom Hinfallen und Wieder-Aufstehen.
Henry trägt bei der Eröffnungsfeier die kenianische Fahne, ist Botschafter des Internationalen Paralympischen Komitees und möchte seinen drei Goldmedaillen aus Sydney und Athen in Peking drei weitere hinzufügen. Es muss nicht immer so spannend sein wie in Sydney 2000.
Damals hatte die Sportwelt den Atem angehalten, ein unbekannter blinder kenianischer Läufer zog seinen Führungsläufer über die Ziellinie, weil das Rennen für letzteren zu schnell gewesen war. (Sie können sich das dramatische Finale unter www.henry4gold.com ansehen) Schwarzenegger applaudierte auf der Tribüne, schwärmte: „From zero to a hero!“ Henry hatte einen Wunsch frei. Er verblüffte die Funktionäre mit der Bitte: „Ich möchte elektronische Strickmaschinen!“ Der blinde Nachfahre eines tapferen Kriegers hatte den Beruf eines Strickmeisters erlernt. Mit fünf Maschinen im Gepäck flog Henry heim nach Kenia.
Er fuhr zu seinen CBM-Freunden ins Kikuyu-Hospital und sagte: „Ich habe eine Garage angemietet und gebe zehn blinden Frauen einen Arbeitsplatz. Wir werden Pullover stricken und verkaufen.“ Henry genießt in seiner Heimat den Status eines Volkshelden, wurde mehrfach zum Mann des Jahres gewählt. Er lebt in einem Holzhaus am Rand der Slums 20 Kilometer von Nairobi entfernt.
Boris Becker unterstützt sein Charity-Projekt mit 45 Kühen. Die geben jetzt Milch für die Kids in der Schule und bedürftige Familien. Der Olympionike: „Ich bin Gott dankbar, blind zu sein, denn so wurde ich Olympiasieger. Die Blinden hören mir zu, wenn ich sage: Glaubt fest an euch, akzeptiert euer Schicksal, es gibt andere Menschen, die für euch da sind, die euch helfen.“ Der Botschafter der Christoffel-Blindenmission möchte seinen Freunden aus Deutschland das vielleicht schönste Geschenk der Welt machen. Henry Wanyoike: „Die Mission Gold hat für mich begonnen. Den Sieg schenke ich der CBM zum Geburtstag, denn sie feiert ihr 100-jähriges Bestehen und hat schon Millionen Menschen geholfen.“
Henry läuft am 09.09. 5.000 Meter, am 14.09. 10.000 Meter und am 17.09. den Marathon. ARD und ZDF übertragen!
Henry läuft am 09.09. 5.000 Meter, am 14.09. 10.000 Meter und am 17.09. den Marathon. ARD und ZDF übertragen!




