Presseinformation vom 20. September 2011
Behinderte Kinder - in der Not die Schwächsten
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An der Ausgabestelle für spezielle Kleinkind-Nahrung nahe Isiolo im Meru-Distrikt (Kenia) hat sich eine Schlange wartender Mütter mit Babys und Kleinkindern gebildet.© CBM
BENSHEIM. Die CBM macht zum Weltkindertag in Deutschland auf die besondere Not von Kindern mit Behinderungen in der aktuellen Hungerkrise in Ostafrika aufmerksam. "Menschen mit Behinderungen sind die ersten, die vergessen werden und die letzten, die Hilfe erhalten," so CBM-Regionalbeauftragte Anita Smeets in Nairobi. Für Mütter, die ein behindertes Kind haben, ist es besonders schwer, an Hilfsgüter zu kommen – sie müssen die Kinder auf dem Weg zu Verteilungsstellen entweder tragen oder sie zu Hause in der Obhut anderer zurücklassen. Bei größeren Kindern ist das Mitnehmen kaum zu bewältigen und Fremde können sich oft nicht auf die besonderen Bedürfnisse dieser Kinder einstellen: Was schon in "normalen Zeiten" ein Dilemma ist, wirkt sich in der Krise zusätzlich katastrophal aus.
Zusatznahrung für Kleinkinder
Außerdem steht zu befürchten, dass die anhaltende Mangelernährung sich gerade bei Kleinkindern negativ auf die weitere körperliche und geistige Entwicklung auswirkt und Behinderungen jetzt schon "vorprogrammiert" werden, wenn nicht eingegriffen wird.
Die CBM geht mit ihren Partnern in Kenia auf mehreren Wegen dagegen vor. Die Diözese von Meru verteilt durch ihr SPARK-Programm Lebensmittel und Zusatznahrung unter besonderer Berücksichtigung von Familien mit behinderten Angehörigen. Außerdem wurde Zusatznahrung an Sonderschulen bzw. integrierten Regelschulen verteilt, um das Schulessen zu ergänzen.
Lebensmittel für Schulkinder
Die Blindenschulen St. Lucy in Meru und St. Oda in Maseno behielten auch während der Schulferien Kinder bei sich, deren Familien nicht ausreichend für sie sorgen konnten. Andere Schülerinnen und Schüler wurden für die Ferien mit Lebensmittel- und Hygienepaketen versorgt und die Transportkosten zu ihren Familien bezahlt. Die Instandsetzung von Wassertanks und die Anlage von Tropfbewässerungssystemen in den Küchengärten der Schulen soll zusätzlich die Ernährungssicherheit für die Kinder mit Behinderungen dort stärken.
Lebensqualität von Menschen mit Behinderungen verbessern
Die CBM fördert derzeit 803 Projekte in 89 Ländern, davon 22 in Kenia, wo sie seit 1969 tätig ist. Das Hauptziel der internationalen Entwicklungsorganisation ist es, die Lebensqualität von Menschen mit Behinderungen in Entwicklungsländern zu verbessern. Die CBM ist von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als Fachorganisation anerkannt und hat seit 2002 Beraterstatus bei den Vereinten Nationen (UN).
Die CBM fördert derzeit 803 Projekte in 89 Ländern, davon 22 in Kenia, wo sie seit 1969 tätig ist. Das Hauptziel der internationalen Entwicklungsorganisation ist es, die Lebensqualität von Menschen mit Behinderungen in Entwicklungsländern zu verbessern. Die CBM ist von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als Fachorganisation anerkannt und hat seit 2002 Beraterstatus bei den Vereinten Nationen (UN).




