Pressemeldung zum 21. April 2009

Jugend-forscht-Sonderpreis der CBM

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© CBM
BENSHEIM/ULM. Der diesjährige Sonderpreis der CBM "Innovationen für Menschen mit Behinderung" im Rahmen von "Jugend forscht" in Baden-Württemberg  wurde an Stephan Pfeiffer (18) und Gabriel Haas (17) verliehen. Die beiden Schüler der Robert-Bosch-Schule in Ulm entwickelten ein Therapie-Laufband, das querschnittsgelähmten Menschen wie Stephan ein selbstständiges Training ermöglicht.
Selbst entscheiden wann und wie
Ohne fremde Hilfe die Muskeln zu trainieren, die sonst im Rollstuhl verkümmern, ist für Menschen mit einer Querschnittslähmung kaum möglich. Sie sind bei den üblichen Methoden auf die Unterstützung anderer angewiesen. Stephan Pfeiffer und Gabriel Haas machten es sich daher zur Aufgabe ein Therapie-Laufband zu entwickeln, das der Nutzer völlig eigenständig bedienen kann.
Dazu musste zunächst das Laufband für Stephan zugänglich gemacht werden. Dies funktioniert durch einen Sicherheitsgurt, den er anlegen kann, wenn er mit seinem Rollstuhl hinter das Therapiegerät fährt. Mit Gurt und Tragegestell bringt sich der 18-jährige  in die richtige Position auf dem Laufband. Die Sicherheit war bei der Entwicklung ebenfalls ein wichtiger Aspekt. Bei dem neuen Therapie-Laufband wird diese durch zwei Stangen mit Sensoren gewährleistet, mit denen während des Trainings vom Nutzer einfach die Geschwindigkeit reguliert werden kann.
So kann Stephan jetzt erstmals selbst entscheiden, wann, wie lange und mit welcher Intensität er trainieren möchte. Ihre Idee setzten die beiden Schüler in Teamarbeit um, in der Gabriel für die Hardwareentwicklung und den Bau zuständig war und Stephan die benötigte Software programmierte.
Die CBM freut sich über das Engagement der Erfinder, die mithelfen querschnittsgelähmten Menschen durch ein effektives, selbstständig durchführbares Training alltägliche Bewegungsabläufe zu erleichtern und belohnt dies mit ihrem Sonderpreis.
650 Millionen Menschen mit Behinderungen
Weltweit gibt es über 650 Millionen Menschen mit Behinderungen, die meisten davon leben in Entwicklungsländern. Sie sind viel stärker von gesellschaftlicher Ausgrenzung betroffen als hierzulande, ihre Ausbildungs- und Berufschancen sind denkbar schlecht. Der CBM-Sonderpreis auf Landesebene ist mit 150 Euro dotiert und zeichnet kreative Ideen und Forschungen aus, die helfen Behinderungen zu vermeiden, behinderten Menschen den Alltag erleichtern und zu mehr Chancengleichheit hier und in den Entwicklungsländern beitragen.
Ziel: selbstständigeres Leben ermöglichen
Die CBM ermöglicht Menschen mit Behinderung in rund 1.000 Projekten weltweit ein selbstständigeres Leben. Medizinische Hilfe, Rehabilitation und Integration in die Gesellschaft stehen dabei im Vordergrund, z.B. durch die Unterstützung von Augenhospitälern, Blindenschulen, Förderprogrammen für Hörgeschädigte und Körperbehinderte.
Nach Landesebene folgt auch auf Bundesebene Prämierung
Nach der Prämierung auf Landesebene haben alle Teilnehmer die Chance, den von der CBM im Rahmen von "Jugend forscht" ausgeschriebenen Bundes-Sonderpreis zu erhalten. Bevorzugt werden innovative Ideen ausgezeichnet, die sich mit den Themen Behinderung und Rehabilitation in Entwicklungsländern auseinandersetzen. Der Preis ist mit 300 Euro dotiert.
Die CBM ist ein freies Hilfswerk von Christen verschiedener Konfessionen, die der Auftrag verbindet, augenkranken, blinden und anders behinderten Menschen in den armen Ländern zu helfen. 2008 feierte die CBM ihr 100-jähriges Jubiläum.
Kontakt
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an die CBM-Pressestelle: Ulrike Loos (06251 131-192), presse@cbm.de
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