Presseinfo zum Welttag der seelischen Gesundheit
Ausgegrenzt und ohne Hilfe
Psychisch kranke Menschen in Entwicklungsländern leiden doppelt
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Oft stigmatisiert und ausgegrenzt: Traumatisierte Menschen wie Assma.© CBM
BENSHEIM. Die Christoffel-Blindenmission (CBM) macht zum Welttag der seelischen Gesundheit am 10. Oktober (Montag) auf die dramatische Unterversorgung von Menschen mit psychischen Erkrankungen in Entwicklungsländern aufmerksam. Gerade Menschen, die schwere Naturkatastrophen oder Kriegssituationen durchleben müssen, sind oft von Depressionen und Psychosen betroffen.
So wie Assma aus Indonesien: Sie verlor durch den Tsunami Ende 2004 ihren Ehemann, während sie schwanger war. Jahrelang kämpfte sie mit dem Trauma der Katastrophe. Sie hatte Glück, dass der CBM-Projektpartner "Aceh Community Mental Health Programme" auf sie aufmerksam wurde. Dort erhielt sie Medikamente und die ganze Familie Beratung. Doch gibt es gerade in Entwicklungsländern viel zu wenig geschultes Personal und Ressourcen, um dem enormen Bedarf gerecht zu werden.
So wie Assma aus Indonesien: Sie verlor durch den Tsunami Ende 2004 ihren Ehemann, während sie schwanger war. Jahrelang kämpfte sie mit dem Trauma der Katastrophe. Sie hatte Glück, dass der CBM-Projektpartner "Aceh Community Mental Health Programme" auf sie aufmerksam wurde. Dort erhielt sie Medikamente und die ganze Familie Beratung. Doch gibt es gerade in Entwicklungsländern viel zu wenig geschultes Personal und Ressourcen, um dem enormen Bedarf gerecht zu werden.
Auf zwei Millionen Menschen kommt ein Psychiater
Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) müsste ein Psychiater in Entwicklungsländern zwei Millionen Menschen versorgen und auf 625.000 Menschen kommt eine psychiatrische Pflegekraft. In 40 Prozent dieser Länder erhalten Mitarbeiter im Basisgesundheitswesen keinerlei Ausbildung in dieser Richtung. Sie sind aber oft die ersten und einzigen Personen im Gesundheitsdienst, zu denen arme Menschen Zugang haben.
Stigmatisiert und ausgegrenzt
Dazu kommt eine verbreitete Stigmatisierung und Ausgrenzung aus der Gesellschaft von Menschen mit psychischen Erkrankungen. Das Verstecken und sogar Einsperren und Festbinden von Erkrankten durch die eigene Familie oder in überfüllten Institutionen ist leider noch häufige Realität. So wie auch Assmas alte Eltern sich zeitweise keinen anderen Rat wussten, als der Tochter die Hände zusammenzubinden, wenn sie unter Gewaltausbrüchen litt.
2010: Hilfe für 36.000 Menschen mit psychischen Erkrankungen
Zum Mandat der CBM gehört auch die Hilfe für diese vernachlässigte Personengruppe: So fanden 2010 über 36.000 Menschen mit psychischen Erkrankungen oder Behinderungen in CBM-geförderten Projekten – vor allem im Bereich der gemeindenahen Rehabilitation – Rat und Hilfe.
Die CBM fördert derzeit 803 Projekte in 89 Ländern. Das Hauptziel der internationalen Entwicklungshilfeorganisation ist es, die Lebensqualität von Menschen mit Behinderungen in Entwicklungsländern zu verbessern. Sie ist von der WHO als Fachorganisation anerkannt und hat seit 2002 Beraterstatus bei den Vereinten Nationen (UN).
Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) müsste ein Psychiater in Entwicklungsländern zwei Millionen Menschen versorgen und auf 625.000 Menschen kommt eine psychiatrische Pflegekraft. In 40 Prozent dieser Länder erhalten Mitarbeiter im Basisgesundheitswesen keinerlei Ausbildung in dieser Richtung. Sie sind aber oft die ersten und einzigen Personen im Gesundheitsdienst, zu denen arme Menschen Zugang haben.
Stigmatisiert und ausgegrenzt
Dazu kommt eine verbreitete Stigmatisierung und Ausgrenzung aus der Gesellschaft von Menschen mit psychischen Erkrankungen. Das Verstecken und sogar Einsperren und Festbinden von Erkrankten durch die eigene Familie oder in überfüllten Institutionen ist leider noch häufige Realität. So wie auch Assmas alte Eltern sich zeitweise keinen anderen Rat wussten, als der Tochter die Hände zusammenzubinden, wenn sie unter Gewaltausbrüchen litt.
2010: Hilfe für 36.000 Menschen mit psychischen Erkrankungen
Zum Mandat der CBM gehört auch die Hilfe für diese vernachlässigte Personengruppe: So fanden 2010 über 36.000 Menschen mit psychischen Erkrankungen oder Behinderungen in CBM-geförderten Projekten – vor allem im Bereich der gemeindenahen Rehabilitation – Rat und Hilfe.
Die CBM fördert derzeit 803 Projekte in 89 Ländern. Das Hauptziel der internationalen Entwicklungshilfeorganisation ist es, die Lebensqualität von Menschen mit Behinderungen in Entwicklungsländern zu verbessern. Sie ist von der WHO als Fachorganisation anerkannt und hat seit 2002 Beraterstatus bei den Vereinten Nationen (UN).




