Pressemeldung vom 21. Dezember 2009
20 Augenpaare können wieder sehen
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(v.l.n.r.:) Reinhold Behr (CBM-Direktor), Peter Oberlé, Marion Körner (CBM-Mitarbeiterin).© CBM
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Eine Krippe aus der Werkstatt von Peter Oberlé.
© Peter Oberlé/Marco Schilling
Bensheim. Seit Peter Oberlé vor neun Jahren ein Schicksalsschlag traf, veränderten sich auch seine Wertvorstellungen. Nachdem er sein Krebsleiden besiegt hatte, ihm aber noch die Kraft zur handwerklichen Betätigung in seinem Obst- und Gemüsegarten fehlte, widmete er sich verstärkt dem Bau von Weihnachtskrippen. Den Erlös spendet der 65-Jährige regelmäßig. In diesem Jahr sind 1.740 Euro zusammengekommen, die er der Christoffel-Blindenmission (CBM) gespendet hat.
Weit über 100 dieser kunstvollen Werke hat er inzwischen gebastelt. Keine Krippe gleicht der anderen, denn es gibt weder eine Vorlage noch einen Plan. Der Künstler entwirft und vollendet sie aus freien Stücken. Seit etwa elf Jahren beschäftigt sich der 65-Jährige damit. Die Initialzündung fand im Glottertal statt, als er von einer Weihnachtskrippe so begeistert war, dass er selbst seine erste Krippe baute, die heute noch in Ehren gehalten wird. Etwa zehn bis zwölf Krippen schafft Peter Oberlé pro Jahr.
Stolz ist er, dass er dafür außer dem Leim, ein paar Nägeln und Ton keine weiteren Ausgaben für Arbeitsmaterialien benötigt. Er sucht sich alles selbst zusammen. Das Leben, die Natur sind die Lieferanten. Das Holz beispielsweise liegt auf dem Sperrmüll. Bei seinen Spaziergängen im Wald sammelt er Moos, Tannenzapfen und Baumrinden. Steine bekommt er auch aus den entferntesten Gegenden mitgebracht.
Rund 70 Stunden pro Krippe
Die Originale seiner Krippenfiguren hat er einmal in Aubagne gekauft. Damit er sie immer wieder verwenden kann, wenn er eine neue Krippe baut, benutzt er sogenannte Latex-Milch, mit der Oberle die Figuren – von der heiligen Familie, über die drei Könige, die Hirten bis hin zu den Tieren – überzieht. Wenn der Überzug getrocknet ist, hat Oberlé eine immer wieder verwendbare Gummi-Form, in die er das Keramin (Ton) füllt, und sich so die zur Krippe gehörenden Figuren selbst gießt.
Bis zu 70 Stunden braucht er, bis eine Krippe fertig ist. Den Erlös spendet Peter Oberle. 1740 Euro waren es, die er in dieser Woche dem Direktor der Christoffel-Blindenmission, Reinhold Behr, überreichte. Behr nahm die großzügige Spende gerne an und war beeindruckt, wie viel Zeit Oberlé in den Bau einer einzigen Krippe investiert.
Spende geht nach Tansania
Die Spende ist zweckgebunden und geht in ein Projekt in Tansania, nach Moshi, wo der deutsche Augenarzt Dr. Heiko Philippin arbeitet und unter anderem Menschen am grauen Star operiert. Das Geld reicht aus, so Oberlé, dass zwölf Kinder und acht Erwachsene wieder die Sonne sehen können. Peter Oberlé ist sich sicher, dass er an die richtige Stelle das Geld gespendet hat. Deshalb wird er auch nicht müde, weiter Krippen zu bauen.
Besonders hat ihn gefreut, dass die Menschen, die eine Krippe bei ihm kaufen, gerne mehr geben, als er verlangt, wenn sie erfahren, dass er keinen einzigen Cent für sich behält, sondern alles für gemeinnützige Zwecke spendet.
Krippengeld, um 12 Kinder und 8 Erwachsene am grauen Star zu operieren
Das „Kilimanjaro Christian Medical Centre“ (KCMC) liegt am Fuße des schneebedeckten Kilimanjaro-Bergs in Tansania. Das 450-Betten-Krankenhaus hat ein Einzugsgebiet mit einer Bevölkerungszahl von über 11 Millionen Menschen im Norden des Landes, in das täglich Hunderte von Patienten und Besuchern kommen. Ein separater Gebäudeflügel des Zentrums beherbergt die Räume der Augenabteilung und den Operationssaal sowie Räumlichkeiten für die Augenpatienten, für die Augenoptik-Arbeit und die Verwaltung. Dieser Zentrumsbereich wurde mit Geldern der Christoffel-Blindenmission erbaut. 2007 wurden fast 22.000 Patienten untersucht und fast 3.500 Patienten operiert, 2327 am grauen Star. Seit 2007 arbeitet der deutsche Augenarzt Dr. Heiko Philippin für die Christoffel-Blindenmission. Zunächst in der Augenklinik Sabatia in Westkenia. Im November 2009 wechselte er an das „Kilimanjaro Christian Medical Centre“ in Moshi, Tansania.
Mit der 1740-Euro-Spende des Weinheimers Peter Oberlé können zwölf Kinder und acht Erwachsene am grauen Star operiert werden. In diesem Jahr baut Peter Oberlé keine Krippen mehr, aber im nächsten Jahr will er mindestens zehn basteln. Wer eine Krippe kaufen möchte, sollte sich deshalb rechtzeitig bei Oberlé melden. Telefon: 06201/66280.
Weit über 100 dieser kunstvollen Werke hat er inzwischen gebastelt. Keine Krippe gleicht der anderen, denn es gibt weder eine Vorlage noch einen Plan. Der Künstler entwirft und vollendet sie aus freien Stücken. Seit etwa elf Jahren beschäftigt sich der 65-Jährige damit. Die Initialzündung fand im Glottertal statt, als er von einer Weihnachtskrippe so begeistert war, dass er selbst seine erste Krippe baute, die heute noch in Ehren gehalten wird. Etwa zehn bis zwölf Krippen schafft Peter Oberlé pro Jahr.
Stolz ist er, dass er dafür außer dem Leim, ein paar Nägeln und Ton keine weiteren Ausgaben für Arbeitsmaterialien benötigt. Er sucht sich alles selbst zusammen. Das Leben, die Natur sind die Lieferanten. Das Holz beispielsweise liegt auf dem Sperrmüll. Bei seinen Spaziergängen im Wald sammelt er Moos, Tannenzapfen und Baumrinden. Steine bekommt er auch aus den entferntesten Gegenden mitgebracht.
Rund 70 Stunden pro Krippe
Die Originale seiner Krippenfiguren hat er einmal in Aubagne gekauft. Damit er sie immer wieder verwenden kann, wenn er eine neue Krippe baut, benutzt er sogenannte Latex-Milch, mit der Oberle die Figuren – von der heiligen Familie, über die drei Könige, die Hirten bis hin zu den Tieren – überzieht. Wenn der Überzug getrocknet ist, hat Oberlé eine immer wieder verwendbare Gummi-Form, in die er das Keramin (Ton) füllt, und sich so die zur Krippe gehörenden Figuren selbst gießt.
Bis zu 70 Stunden braucht er, bis eine Krippe fertig ist. Den Erlös spendet Peter Oberle. 1740 Euro waren es, die er in dieser Woche dem Direktor der Christoffel-Blindenmission, Reinhold Behr, überreichte. Behr nahm die großzügige Spende gerne an und war beeindruckt, wie viel Zeit Oberlé in den Bau einer einzigen Krippe investiert.
Spende geht nach Tansania
Die Spende ist zweckgebunden und geht in ein Projekt in Tansania, nach Moshi, wo der deutsche Augenarzt Dr. Heiko Philippin arbeitet und unter anderem Menschen am grauen Star operiert. Das Geld reicht aus, so Oberlé, dass zwölf Kinder und acht Erwachsene wieder die Sonne sehen können. Peter Oberlé ist sich sicher, dass er an die richtige Stelle das Geld gespendet hat. Deshalb wird er auch nicht müde, weiter Krippen zu bauen.
Besonders hat ihn gefreut, dass die Menschen, die eine Krippe bei ihm kaufen, gerne mehr geben, als er verlangt, wenn sie erfahren, dass er keinen einzigen Cent für sich behält, sondern alles für gemeinnützige Zwecke spendet.
Krippengeld, um 12 Kinder und 8 Erwachsene am grauen Star zu operieren
Das „Kilimanjaro Christian Medical Centre“ (KCMC) liegt am Fuße des schneebedeckten Kilimanjaro-Bergs in Tansania. Das 450-Betten-Krankenhaus hat ein Einzugsgebiet mit einer Bevölkerungszahl von über 11 Millionen Menschen im Norden des Landes, in das täglich Hunderte von Patienten und Besuchern kommen. Ein separater Gebäudeflügel des Zentrums beherbergt die Räume der Augenabteilung und den Operationssaal sowie Räumlichkeiten für die Augenpatienten, für die Augenoptik-Arbeit und die Verwaltung. Dieser Zentrumsbereich wurde mit Geldern der Christoffel-Blindenmission erbaut. 2007 wurden fast 22.000 Patienten untersucht und fast 3.500 Patienten operiert, 2327 am grauen Star. Seit 2007 arbeitet der deutsche Augenarzt Dr. Heiko Philippin für die Christoffel-Blindenmission. Zunächst in der Augenklinik Sabatia in Westkenia. Im November 2009 wechselte er an das „Kilimanjaro Christian Medical Centre“ in Moshi, Tansania.
Mit der 1740-Euro-Spende des Weinheimers Peter Oberlé können zwölf Kinder und acht Erwachsene am grauen Star operiert werden. In diesem Jahr baut Peter Oberlé keine Krippen mehr, aber im nächsten Jahr will er mindestens zehn basteln. Wer eine Krippe kaufen möchte, sollte sich deshalb rechtzeitig bei Oberlé melden. Telefon: 06201/66280.





