Meldung vom 30. Juni 2009

100.000 Wunder werden wahr

Cover des Jahresberichts
© CBM
BENSHEIM. Das große Ziel der Jubiläumsaktion zum 100-jährigen Bestehen der CBM ist erreicht: "Wir haben dank der zusätzlichen Spenden die angestrebten 100.000 Wunder verwirklichen können. Ein Wunder ist zum Beispiel, wenn ein starblinder Mensch nach einer Operation für 30 Euro wieder sehen kann", erklärte Direktor Reinhold Behr bei der Vorstellung des Jahresberichts 2008 der CBM (Christoffel-Blindenmission) am Dienstag (30. Juni) in Bensheim. Mit fast 3,5 Millionen Euro mehr an Spenden gab es – gegen den allgemeinen Trend – einen erfreulichen Zuwachs, so dass erstmals fast die 40 Millionen Euro-Grenze (39,67 Millionen Euro) erreicht wurde.
Dass das Gesamtergebnis mit insgesamt 52,79 Millionen Euro (2007: 52,78) nur geringfügig besser als im Vorjahr ausfiel, lag vor allem an den Einnahmen aus Vermächtnissen: Sie sanken von 10,9 auf 8,2 Millionen Euro. Obwohl die Anzahl der zu bearbeitenden Fälle gegenüber dem Vorjahr nahezu gleich geblieben war, fielen die Durchschnittswerte pro Erbschaft geringer aus. Das ist auch ein Resultat der Finanzkrise, da viele Aktienpakete und Immobilien an Wert verloren haben.
Bilanz der Hilfe: 964 Projekte in 105 Ländern
Als der Gründer Pastor Ernst Jakob Christoffel 1908 in den Orient ging, um blinden und ausgestoßenen Menschen zu helfen, konnte er auf ein paar Dutzend Unterstützer bauen. In nunmehr 100 Jahren ist die CBM zu einer internationalen Organisation mit Mitgliedsvereinen in neun Ländern gewachsen. Zusammen mit ihren 759 Projektpartnern unterstützt sie derzeit 964 Projekte in 105 Ländern – fast 17 Millionen Menschen wurden weltweit erreicht. Ein wichtiges Thema der Zukunft wird es sein, Menschen mit Behinderungen die volle Teilhabe an der Gesellschaft zu ermöglichen. Der Fachbegriff hierzu heißt Inklusion.
Die Augenarbeit bildet weiter einen Schwerpunkt der CBM-Arbeit: Im Jahr 2008 wurden fast eine Million Operationen durchgeführt, der überwiegende Teil – über 660.000 – waren Operationen am Grauen Star, nach denen Menschen, die zum Teil jahrelang blind waren, wieder sehen können. Das heißt, dass statistisch gesehen pro Minute weltweit mindestens eine Operation ermöglicht wird. Seit 1966, als die CBM in Afghanistan die erste Star-Operation finanzierte, wurden über 8,8 Millionen dieser Operationen in CBM-geförderten Krankenhäusern durchgeführt.
Wichtige Mandatsbereiche: Gehörlosenarbeit und Orthopädie
Neben der Hilfen für augenkranke und blinde Menschen gewinnen weitere Mandatsbereiche immer mehr an Bedeutung. Deutlich wird dies bei der Gehörlosenarbeit. Inklusive aller Untersuchungen wurden fast 465.000 Ohrenpatienten medizinisch betreut. Mit über 9.500 Ohrenoperationen hat sich die Zahl verdoppelt
Auch bei der orthopädischen Arbeit gab es zum Teil erhebliche Steigerungen: 2008 versorgten die CBM und ihre Partner über 393.000 (Vorjahr: 228.000) Orthopädie-Patienten; bei fast 45.000 Menschen waren Operationen nötig.
Gleichbleibender Trend im Jahr 2009
Im laufenden Jahr setzt sich der allgemeine Trend bei den Einnahmen fort. "Wir freuen uns bei den Spenden über eine stabile Entwicklung in den ersten sechs Monaten", sagt Reinhold Behr und blickt daher optimistisch nach vorne. Trotz der herrschenden weltweiten Finanzkrise sieht die CBM weitere Wachstumsmöglichkeiten, wenn es – so Behr – gelingt,  die Lage bedürftiger Menschen mit Behinderungen den Spendern überzeugend nahezubringen.
Link: Grauer Star Simulator der CBM
Link: Brailleübersetzer der CBM
Link: Fingeralphabet
Link: Wissenstest zum Thema Katarakt
Link: Auslegung der Monatsandacht durch Mitarbeiter der CBM
Link: Bereich für Schulen, Kirchen und Gemeinden
Link: Nothilfe für Philippinen
Link: CBM auf Facebook
Link: CBM auf YouTube
Link: Newsletter der CBM bestellen
Link: RSS der CBm abonnieren
Link: CBM Kinderpate werden